16.07.2017 - 14:34 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Sanierung und Erweiterung der Grundschule schreiten voran: Schneller als der Zeitplan

Nicht nur voll um Zeitplan, sondern sogar schon weiter als vorgesehen, präsentierte sich der Umbau der Grundschule in der Ledererstraße. Das neue Schuljahr im September wird auf jeden Fall bereits in den neuen Klassenzimmern starten. Die sind mit der neuesten Technik ausgestattet und in rot und grün gehalten.

Der Sitzung des Bauausschusses ging ein Ortstermin mit Architekt Michael Steidl zu den Baumaßnahmen in der Grundschule voraus. Bild: pko
von Helga ProbstProfil

Der Bauausschuss konnte sich davon überzeugen, dass trotz der brütenden Hitze an diesem Abend das Klima in den Schulräumen angenehm kühl blieb, obwohl die Klimatechnik noch nicht eingebaut ist. Der Sitzung des Grundstücks-, Bau- und Umweltausschusses ging der Ortstermin mit Architekt Michael Steidl voraus.

Verwaltungstrakt

Zusammen mit seiner Tochter Barbara setzte er den Ausschuss vom momentanen Stand der Bauarbeiten in der Ledererstraße in Kenntnis. Die Turnhalle und die Pausenhalle wurden Pfingsten abgebrochen und sind "besenrein" weg. Zum Ende des Schuljahres werde die Firma Wilhelm mit dem Verwaltungstrakt beginnen und die Fundamente für die Turnhalle legen, erklärte Steidl. "Diese Jahr soll noch die Verwaltung in trockene Tücher kommen", so der Architekt.

Es arbeiten zwei Gruppen am Bau der neuen Grundschule, aber auch das Wetter spiele eine Rolle beim Fortschritt. Zum Oktober 2018 soll aber alles fertig sein, versprach Steidl. Als Änderung nannte er, dass jetzt ein Trocken-Estrich verwendet und eine Fußbodenheizung als günstigere Lösung gebaut werde, damit das Gebäude vor Feuchtigkeit geschützt sei. Von der modernen Ausstattung der lebendigen Klassenzimmer zeigte sich der Bauausschuss angenehm beeindruckt.

Georg Keil, der zuständige Sachbearbeiter bei der Stadt, wird demnächst eine Eltern-Schüler-Information herausgeben, damit es beim Betreten des fertigen Neubauteiles an der Rückseite und auf dem neuen Busparkplatz zu keinen Behinderungen komme. "Wir haben ein gutes Team an Handwerkern. Nur so kann etwas vorwärts gehen", begründete Steidl, dass die Arbeiten dem Zeitplan voraus sind. Für die Generalsanierung und Erweiterung der Grundschule mit Neubau einer Turnhalle wurden die Bodenbelegsarbeiten an die Firma Hermes, Schwarzhofen (56 750,80 Euro), die Malerarbeiten an die Firma Zollner, Miltach (23 669,40 Euro) und die Schreinerarbeiten an die Firma Pongratz, Eschlkam (72 424,59 Euro) vergeben.

Für den Stadtbauhof wurde von der Firma Süß in Nabburg eine gebrauchte Lkw-Arbeitsbühne für 52 000 Euro gekauft. Die Telekom informierte die Stadt, dass in Kürze eine verbesserte Funkinfrastruktur den Telekomkunden in Neunburg zur Verfügung stehen wird. Die Inbetriebnahme der neuen LTE-Anlage in der Industriestraße stehe unmittelbar bevor. Georg Keil gab bekannt, dass der Ausbau der Diendorfer Straße auf März 2018 verschoben wird. Dann werde ein günstigeres Ergebnis der Ausschreibung erwartet, die Anfang August erfolgen soll.

Im kommenden Jahr wird auch die Ortsstraße "Am Sonnenschein" ausgebaut. Winfried Legl vom Ingenieurbüro Weiß erläuterte die Ausführungsplanung. Es sei ein Mischsystem Fahren/Parken/Gehen mit der Kennzeichnung Spielstraße und einer 20er Zone geplant. Durch Gehwege würden zu viele Stellplätze wegfallen, sagte Legl. Autofahrer und Fußgänger seien dann gleichberechtigt. Im Straßenbereich werden vier Zentimeter Asphaltdeckschicht, zehn Zentimeter Asphalttragschicht und 46 Zentimeter Frostschutz aufgebracht. Der Parkbereich erhält 10 Zentimeter Betonpflaster, vier Zentimeter Splittbettung, 15 Zentimeter Schottertragschicht und 31 Zentimeter Frostschutzschicht.

Anlieger zahlen mit

Die Kosten für die geplanten 266 Meter betragen brutto 369 507 Euro insgesamt. Die Verwaltung stellt den Anliegern am 19. Juli den Abrechnungsmodus und die pro Grundstück zu erwartenden voraussichtlichen Kosten entsprechend der Ausbaubeitragssatzung vor. Die Anlieger sind mit 70 Prozent (Anliegerstraße) zu beteiligen. "Wenn es der Wunsch der Anwohner ist, werden wir auf die vorgesehenen Bäume verzichten", räumte der Bürgermeister ein.

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.