25.02.2004 - 00:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Abschluss der Projektwoche "Gesunde Ernährung" - Elternabend in der Hauptschule - Tipps von ...: Power-Frühstück für aufgeweckte Schüler

von Gertraud Portner Kontakt Profil

"Die Kinder sind wacher und leistungsfähiger wenn sie gefrühstückt haben", sagte Ernährungsberaterin Gisela Niklas-Eiband beim Elternabend in der Hauptschule. Der Abschluss der Projektwoche "Gesunde Ernährung" drehte sich um Vorschläge für Powersnacks für Frühstückstisch und Pausenhof.

Rektor Rudolf Teplitzky begrüßte die Eltern in der Aula der Hauptschule und Anita Meingast, Vorsitzende des Elternbeirates dankte besonders Fachlehrerin Marlies Weigl für die Projektleitung. "Kabapulver ist in Ordnung, doch Nutella ist zu süß und fett", beantwortete Niklas-Eiband vom Ernährungsamt im Landkreis Schwandorf die Fragen der Eltern. Ein Vorschlag der Fachfrau: Zum Frühstück Vollkorntoast mit Butter und Kiwi sowie Milch und dann in der Pause ein Wurstbrot mit gelber Rübe. "Die Grundsteine für das spätere Essverhalten werden in der Kindheit gelegt", betonte die Fachfrau. Frühstück und Pausenbrot sollten als eine Einheit betrachtet werden und zusammen 35 Prozent des Tagesenergiebedarfs ausmachen.

Energiespeicher füllen

Nach der "nächtlichen Fastenzeit" seien die Energiespeicher der Kinder leer (Kohlenhydrate in der Muskulatur und Leber), das Gehirn habe nicht mehr genügend Brennstoffe (Glucose). Für mehr Power am Morgen sollten die Energiespeicher mit einem gesunden Frühstück aufgefüllt werden, damit die Kinder so richtig in Schwung kommen. Die Ernährungsberaterin stellte die biologische Leistungskurve ohne und mit Zwischenmahlzeiten vor, erklärte die Bedeutung des Blutzuckerspiegels und damit von stärke- und vollkornhaltigen Produkten für mehr Konzentration und Leistungsfähigkeit. Sie erklärte die vier Bausteine für Frühstück und Pausenbrot: Getreideprodukte (Semmel, Brot, Müsli), Milchprodukte, rohes Obst und Gemüse und energiearmes Getränk.

"Sie können eine Cornflakes-Mahlzeit aufwerten, wenn sie die Hälfte mit Haferflocken auffüllen und Obst dazugeben", so ein Tipp von Gisela Niklas-Eiband. Gemüse sei eine Sache des Anbietens und sollte mundgerecht (z. B. Paprika in Streifen) am Tisch stehen. Ab zehn Jahren bräuchten die Kinder eine Flüßigkeitszufuhr von 1,1 bis 1,5 Liter am Tag. Gute Durstlöscher seien Mineralwasser, Tee, reiner Fruchtsaft und Saftschorlen.

Als ungeeignet stufte sie Limo, Cola, Kaffee und auch Eistee ein, der oft koffeeinhaltig sei (nicht bei Basis Früchtetee). Was tun, wenn das Kind nicht frühstücken kann oder will? "Essen sie früher zu Abend, probieren sie es erst mal nur mit einem Getränk und bei wenig Frühstück geben sie ein üppiges Pausenbrot mit", so der Rat der Fachfrau. Sie rief dazu auf, gemeinsam und in Ruhe am Tisch zu sitzen und für Abwechslung auf den Tellern zu sorgen. Statt Geld sollte das Pausenbrot in Mehrwegbehältern schön angerichtet mitgegeben werden. Als Anti-Pausenbrot bezeichnete sie aufgeweichte Brötchen, einen tropfenden Belag oder aufgeschnittenes Obst.

Nasse Brötchen sind out

In den Schulklassen war die Expertin schon an zwei Tagen präsent, wobei die Ernährungsgrundsätze im Mittelpunkt des Unterrichts standen. Eine Umfrage unter den Jugendlichen wurde ausgewertet und an einer Plakatwand den Eltern dargestellt. "Zucker- und fettreiche Pausensnacks" lautete der Titel einer Ausstellung, die mit Würfelzucker und Fettpunkten aufrüttelte. Mit Unterstützung von Firmen hatte der Elternbeirat ein gesundes Frühstück mit Brot und Aufstrichen zum Probieren vorbereitet.

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