14.01.2004 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Ohne Nachfolgenutzung muss "Schießlhaus" stehen bleiben - Marktrat befürchtet "hässliche Lücke" Abbruch erst mit sinnvollem Konzept

Mit der Genehmigung einer Reihe von Bauanträgen eröffneten Bürgermeister Wolfgang Probst und seine Markträte am Montag das neue Sitzungsjahr. Die sechs vorgelegten Pläne fanden ohne Einwände den Zuspruch des Gremiums. Die Erlaubnis zum Abriss des alten "Schießlhauses" wollten die Räte nicht so einfach geben. Hier muss erst eine sinnvolle Folgenutzung vorliegen.

von Helga ProbstProfil

Die unterschiedlichsten Baumaßnahmen haben Neukirchener Bürger geplant, die sie nun in Angriff nehmen können. So bauen Alexandra und Harald Sammereier ein Betriebsleiterwohnhaus mit Doppelgarage und Karola und Thomas Bernhard ein neues Wohnhaus, nachdem die bestehende Schreinerei in der Schulstraße abgerissen ist. Gertraud und Jörg Fleischmann erweitern und bauen ihr bestehendes Wohnhaus um.

Anträge genehmigt

Dem Dachgeschossausbau durch Daniela Kaiser und auch von Gerda und Johann Eichinger steht nichts im Wege. Ehepaar Eichinger wird diesen mit Dachgauben durchführen und auf dem Grundstück von Franz Decker, Rückhof, entsteht ein neues Ferienhaus. Auch hierfür sind Zufahrt und Wasserversorgung gesichert.

Weil es baufällig sei, beantragte Peter Ruhland den Abriss seines Elternhauses in der Fronauer Straße. Dabei stehe es noch wesentlich besser da, als ein akuter Fall ganz in der Nähe. Mit dem Verschwinden eines der letzten Gebäude in ursprünglichem Baustil mit Gewölben und "Schrazllöchern" würde eine hässliche Lücke entstehen, wobei man nicht wisse was dahinter zum Vorschein komme. Diesen geschichtlichen und kulturellen Verlust möchte der Markt nur auf sich nehmen, wenn eine sinnvolle Nachfolgenutzung fest stehe. Landratsamt und Denkmalschutz stehen hier mit einer Entscheidung außen vor.

Baugrund untersuchen

Um mit der Ausführungsplanung für die Abwasseranlage Egelsried beginnen zu können, erhielt die Firma Stephan GbR, Bad Abbach, den Auftrag eine Baugrunduntersuchung durch zu führen. Und damit keine Zeit verloren geht und noch in den Wintermonaten die Ausschreibung für die Erneuerung der Ortsstraße und des Dorfplatzes in Egelsried erfolgen kann, wurde Probst ermächtigt die Kostenvereinbarung über die Finanzierung der Maßnahme ab zu schließen. Vorausgesetzt die TG Egelsried übernimmt wenigstens 65 Prozent der Gesamtkosten.

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