07.03.2017 - 20:00 Uhr
LeonbergOberpfalz

Beispiellose Gemeinschaftsaktion

Kräftig angepackt und investiert hat die Feuerwehr Großensees. So befindet sich nicht nur der Bau des neuen Gerätehauses voll im Zeitplan - nebenbei wurde die Vereinsfahne für fast 5000 Euro restauriert.

Langjährige Mitglieder ehrte die Feuerwehr Großensees. Im Bild (von links) Bürgermeister Johann Burger, Kommandant Thomas Lindner, Vorsitzender Matthias Härtl, Sieglinde Meierhöfer, Hans Putzer, Ingrid Eckstein, Erich Völkl, Roswitha Fachtan, Franz Malzer und Reinhard Riedl. Bild: jr
von Josef RosnerProfil

Großensees. "Somit steht der Feier zum 100-jährigen Jubiläum unserer Vereinsfahne, verbunden mit dem 125-jährigen Bestehen unserer Wehr, im Jahr 2023 nichts mehr im Weg", betonte Vorsitzender Matthias Härtl bei der Jahresversammlung des aktuell 162 Mitglieder starken Vereins. In seinem Rückblick sprach Härtl von einem gelungenen Weinfest, auch wenn das Wetter etwas durchwachsen gewesen sei. Heuer findet das Weinfest am 15. und 16. Juli statt. Auf dem Leonberger Weihnachtsmarkt servierten die Brandschützer unter anderem Wild- und Fischburger.

Dank an alle Helfer

Angesichts der vielen Arbeiten rund um das Feuerwehrhaus habe die Wehr auf den Bau eines Faschingswagens für den Mitterteicher Gaudiwurm verzichtet, Fasching gefeiert wurde allerdings in Form eines gut besuchten Kappenabends mit dem Schützenverein. Die restaurierte Vereinsfahne ist nun in einer Vitrine untergebracht, die Michael Haberkorn und Matthias Spann gebaut haben. Zum Neubau des Gerätehauses sagte Härtl: "Ich wäre schon zufrieden gewesen, wenn wir im vergangenen Jahr nur die Bodenplatte geschafft hätten. Dass wir gleich den kompletten Rohbau winterfest bekamen, ist umso erfreulicher." Ein "Vergelt's Gott" sagte er allen Helfern für ihren großartigen Einsatz. Einen Extra-Dank gab es für die Damen der "Verpflegungskompanie", die bei jedem Wetter für warmes Essen und Getränke gesorgt hätten. Abschließend dankte der Vorsitzende Bauleiter Thomas Härtl und Bürgermeister Johann Burger, die fleißig mit angepackt und koordiniert hätten.

Kommandant Thomas Lindner berichtete von fünf Einsätzen, darunter ein Großbrand in Großklenau. Im Rahmen der Brandschutzwoche fand eine Großübung in Königshütte stand. Die Zahl der Aktiven bezifferte Lindner auf 49, darunter 9 Frauen und 8 Jugendliche. Auch Thomas Lindner ging auf den Gerätehausbau ein. "In Rekordzeit wurde der Rohbau emporgezogen." Lindner dankte allen, die sich einbrachten, in welcher Form auch immer. "Was die Mitglieder hier leisten, verdient größten Respekt", so der Kommandant.

Ausdrücklich dankte er Günther Deinzer vom Technischen Bauamt der VG Mitterteich, "der als meine rechte Hand die Ausschreibungen und Bestellungen durchführte". Heuer stehen noch die Innenausbauarbeiten an. "Ich hoffe auf weitere unfallfreie Baustellentage." Scharf verurteilte Lindner ein beim Münchenreuther Faschingszug verbreitetes Gerücht, wonach die Feuerwehr beim Neubau Außen- und Innenmaße vertauscht haben soll. "Unsere Rohbaumaße entsprechen exakt den Planungsmaßen", versicherte Lindner. Die staatliche Förderung sei deshalb nicht in Gefahr. Jugendwartin Kerstin Malzer berichtete von einer Reihe von Schulungen und Übungen für die acht Jugendlichen. Neue Jugendsprecherin ist Franziska Zintl.

Bürgermeister Johann Burger überbrachte den Dank der Gemeinde und lobte die "beispiellose Gemeinschaftsleistung" beim Neubau des Gerätehauses. "Macht bitte weiter so", forderte der Bürgermeister. Es sei wirtschaftlich die beste Lösung gewesen, das alte Haus abzureißen und neu zu bauen. Ohne ehrenamtliches Engagement wäre das alles nicht möglich. "Ihr seid toll in Schuss. Ihr schafft etwas für die Zukunft", so der Bürgermeister über die Wehr. Trotz enormer Arbeitsleistungen hätten die Aktiven auch Fort- und Weiterbildung nicht vernachlässigt. "Respekt, was ihr alles leistet."

Seit 40 Jahren dabei

Am Ende wurden noch langjährige Mitglieder geehrt. Seit 40 Jahren bei der Feuerwehr Großensees sind Elisabeth Blechinger, Margit Pröls, Ingrid Eckstein, Sieglinde Meierhöfer, Erich Völkl, Reinhard Riedl, Franz Malzer, Hans Gatter, Hans Putzer und Roswitha Fachtan. Dafür gab es Urkunden und Rauchmelder.

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