06.12.2017 - 17:26 Uhr
Oberpfalz

Schloss Theuern: Von künftiger Nutzung hängen die Fördermittel ab: Museal, kulturell, behördlich

Das Hammerherrenschloss in Theuern ist ein Museum. Und soll es auch bleiben. Kulturell genutzt wird es ebenfalls seit langem. Auch das soll so bleiben. Diese Kombination soll künftig eine behördliche Nutzung ergänzen.

Das Kulturschloss in Theuern wird in mehreren Bauabschnitten saniert. Welche Fördermittel dafür fließen, hängt auch von der künftigen Nutzung des ehemaligen Hammerherrenschlosses ab. Bild: Hartl
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Amberg-Sulzbach. Mit dem dritten Bauabschnitt der Sanierungsmaßnahme des Hammerherrenschloss Theuern gibt es drei Möglichkeiten zur Nutzung. Und damit verbunden auch erhebliche Unterschiede, welche Fördermittel zu erwarten sind, führte Thomas Raithel vom Gebäudemanagement des Landkreises bei der Sitzung des Kreisausschusses aus. "Wir brauchen das Wohlwollen aller Beteiligter", schickte Landrat Richard Reisinger der Diskussion voraus. Der Kulturfonds ist laut Raithel für das Vorhaben ein wichtiger Geber von Fördermitteln.

Zwei Förderbereiche gebe es, führte er weiter aus: Museum und Kulturzentrum. "Die Höhe der Fördermittel hängt wesentlich davon ab, wie wir die Nutzung festlegen", informierte er den Kreisausschuss. Ein aktuell gültiger Beschluss hatte eine behördliche Nutzung im ersten und zweiten Obergeschoss des Hauptgebäudes vorgesehen.

Drei Varianten

Allerdings reiche dem Kulturfonds Veranstaltungen in den Sälen (Bauabschnitt zwei: Südtrakt mit Bergbauausstellung und Veranstaltungssälen) nicht aus. "Wir müssten Veranstaltungsflächen im dritten Bauabschnitt hinzunehmen." Vorgelegt werden müsste dann allerdings ein gemeinsamer Förderantrag für die Bauabschnitte zwei und drei. "Das wäre gegen den derzeit gültigen Beschluss." Die Verwaltung hat drei Varianten ausgearbeitet, die sie dem Kreisausschuss für die künftige Nutzung des Hauptgebäudes von Schloss Theuern vorschlug: eine behördliche Nutzung im ersten und zweiten Obergeschoss (so lautet der bisherige Beschluss), museale Nutzung im ersten und zweiten Stock oder eine museale Nutzung im ersten Obergeschoss, eine behördliche Nutzung im zweiten Obergeschoss und unter dem Dach. Für die behördliche Nutzung käme laut Landrat Richard Reisinger das Veterinäramt in Frage.

Für eine kombinierte Nutzung sprach sich Stefan Braun aus. "Wir plädieren für Variante drei", verkündete er für die CSU-Fraktion. Mit dieser Variante konnten sich auch Michael Birner (ÖDP) und Hans-Jürgen Reitzenstein (FWS/FDP) anfreunden. So sah es auch Winfried Franz, Sprecher der SPD-Fraktion. Allerdings äußerte Franz noch einen Weihnachtswunsch: "Dass Peter Dotzler sich noch von Sachargumenten überzeugen lässt und zustimmt." Diesen Gefallen tat ihm der Freie Wähler dann doch nicht, er stimmte - wie schon oft zuvor - als einziger dagegen. Welche Variante schlussendlich zum Zug kommen soll, entscheidet der Kreistag am Montag, 11. Dezember.

Mehr Möglichkeiten

Wenn der Landkreis Großgeräte für den Kreisbauhof anschaffen will, muss er bisher die Rechtskraft des Haushalts abwarten. Erst wenn der Etat in trockenen Tüchern ist, können die Aufträge vergeben werden. Matthias Kolb vom Tiefbauamt führte im Kreisausschuss die Nachteile dieses Vorgehensweise an: Ende Juni/Anfang Juli seien die Preise relativ hoch, die Zeitspanne zur Ausführung (der Deckenbau sollte wegen des Schulbusverkehrs in den Sommerferien erfolgen) kurz. "Wenn wir die Vergabe vorher machen könnten, wäre es besser", sagte er. Richard Gaßner (SPD) sprach von einem wirklichen Vorteil durch frühzeitige Ausschreibungen. "Wenn man etwas besser machen kann, sollte man das tun." Das sahen seine Kollegen im Kreisausschuss genauso. (san)

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