05.12.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Kreisausschuss erhöht die Mittel: Mehr Geld für den Tourismus

Amberg-Sulzbach. "Bei diesem Thema bin ich Bittsteller", sagte Landrat Richard Reisinger, als es im Kreisausschuss um mehr Geld für Tourismus und Heimatpflege ging. Konkret handelte es sich um 73 000 Euro. Hintergrund ist, dass bei der Klausurtagung des Kreistags im Oktober 2016 in Leipzig zweierlei angeregt wurden: Der Landkreis sollte seine Werbemaßnahmen intensivieren und eine Qualifizierungsoffensive für Gastgeber. Für die Werbemaßnahmen soll der Etat laut Sachstandsbericht von 47 000 auf 136 000 Euro angehoben werden.

"Wer nicht wirbt, der stirbt." Zitat: Hans-Jürgen Reitzenstein
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Bei den Messen sollen zusätzlich jene in Hamburg und Leipzig besucht werden, weshalb der Ansatz um 4000 Euro auf 12 000 Euro zu erhöhen ist. Zur Qualitätsoffensive für die Gastgeber ist eine Seminarreihe vorgesehen, die erste der sieben Veranstaltungen ist für Januar geplant. Dafür müssten laut Tischvorlage 15 000 Euro eingeplant werden, die Stadt Amberg beteiligt sich mit 2000 Euro. SPD-Kreisrat Richard Gaßner erkundigte sich, ob der Einsatz verbesserte Besucherzahlen bringe.

Tourismusreferent Hubert Zaremba gab den Brutto-Jahresumsatz des Tourismus' in der Region mit 145 Millionen Euro an, wobei der Tagestourismus nur schwer messbar sei. Ein Augenmerk bei den Maßnahmen (so soll nicht nur ein neues Unterkunftsverzeichnis erstellt werden, sondern auch eine neue Website kommen) sei auf das benachbarte Ausland zu legen. So sollen die Informationen auf der Website auch auf Tschechisch und Niederländisch sein. "Für die Niederländer sind wir Transferland, bei uns legen viele einen Stopp ein", ergänzte Reisinger. Mit "Wer nicht wirbt, der stirbt" plädierte Hans-Jürgen Reitzenstein (FWS/FDP) für eine Unterstützung der Maßnahmen.

Ob wirklich noch so viel Papier benötigt werde, erkundigte sich Peter Dotzler (Freie Wähler) zu Prospekten und Flyern. Online ließen sich doch Videos und Bilder einbauen. "In der Praxis ist es so, dass die Leute Flyer wollen", erklärte Reisinger. Tourismus-Experte Hubert Zaremba bestätigte diesen Trend. Im vergangenen Jahr seien 4000 Anfragen per E- Mail gekommen. "Je mehr man im Internet ist, desto mehr Leute wollen Prospekte." Dem Mehrbedarf für Tourismus stimmte der Ausschuss ebenso zu wie den Mittelerhöhungen für Heimatpflege (Projekt Hausnamen).

Wer nicht wirbt, der stirbt.Hans-Jürgen Reitzenstein
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