29.11.2004 - 00:00 Uhr
HirschauOberpfalz

Zur Agenda 21 in den Orten Freudenberg, Hirschau und Schnaittenbach: Ein Leitbild ausgearbeitet

von Autor (gri)Profil

Der gemeinsame Agenda 21-Prozess in den Gemeinden Freudenberg, Hirschau und Schnaittenbach ist ein ganzes Stück weiter gekommen. Jetzt arbeiteten rund 20 Bürgerinnen und Bürger aus den drei Gemeinden ein Leitbild aus, unter dem alle gemeinsamen Aktionen künftig laufen sollen.

Beim Agenda 21-Prozess sind alle Bürger, denen die Zukunft ihrer Heimat am Herzen liegt, aufgerufen mitzuarbeiten. "Diese Leute haben eine Vision für ihre Heimatgemeinde", erklärt der Hirschauer Agenda-Beauftragte Hermann Falk. "Sie wollen, dass das Leben in Freudenberg, Hirschau und Schnaittenbach auch im Jahr 2030 noch lebenswert ist."

Um dieses hehre Ziel zu verwirklichen, haben die Bürger mittlerweile eine Vielzahl von Projekten angedacht, die allesamt gute Chancen haben, von staatlicher Seite mit nicht unerheblichen Mitteln gefördert zu werden. Beispielsweise wurden schon verschiedene Ideen gesponnen, wie das Areal um den Rotbühl-Sender für die Allgemeinheit besser genutzt werden kann.

Vier verschiedene Arbeitskreise haben sich gegründet. Sie widmen sich den Themenbereichen "Heimat und Kultur", "Freizeit und Erholung", "Wirtschaft und Soziales" sowie "Natur, Umwelt und Energie". "Mit dem Leitbild geben wir uns selbst ein Ziel", erklärte der Hirschauer Bürgermeister Hans Drexler. "Wir brauchen ein auf Papier gebrachtes Ziel vor Augen, wenn unsere Arbeit gelingen soll."

Der Arbeitskreis "Heimat und Kultur" stellte zum Beispiel fest, dass die drei Gemeinden reich an Geschichte, Brauchtum, Kunst und auch an Jugendkultur sei. "Unser Problem ist, dass viele Menschen das Vorhandene gar nicht kennen und deswegen auch nicht schätzen", so der Freudenberger Heimatforscher Reinhard Dähne. Ziel müsse sein, die Einheimischen für das Einheimische zu begeistern.

Solche Grundsätze sollen in das Leitbild, das einmal als Programmheft vorliegen soll, einfließen. Jetzt geht es ans Ausformulieren. Die Bürger der drei Gemeinden dürfen sich schon darauf freuen. Das Heft soll nämlich an alle Haushalte verteilt werden. Alle Bürger sind dann aufgerufen, ihre eigenen Vorschläge zur künftigen Entwicklung ihrer Gemeinde auch noch anzubringen.

Wenn das Leitbild erst einmal steht, beginnt die konkrete Projektarbeit. Spätestens im Sommer 2005 soll das der Fall sein.

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