24.02.2004 - 00:00 Uhr
HahnbachOberpfalz

Beim Faschingszug brodelt Markt Hahnbach - Über 40 Gruppen dabei: Biersuchsonde zum Mars

Der Markt brodelte. Die Narren waren los am Sonntag in Hahnbach. Hatte der Vormittag schon mit einem Krapfenverkauf der KAB und einer gereimten Predigt begonnen, so war der Nachmittag erst richtig "narrisch".

von Autor MMAProfil

Mit über 40 Gruppen wälzte sich ein kunterbunter Gaudiwurm durch die Hauptstraße und als zum Ende hin sogar der Himmel ein wenig Tränen lachte, tat dies der Stimmung keinerlei Abbruch. Die Mitglieder des Hahnbacher Kulturausschusses kamen als Pinguine. Sie schienen keine kalten Füße zu bekommen - vielleicht weil ihnen der anführende Fanfarenzug Rosenberg "chinesisch" vorkam.

Aktuell die Themenpalette: da gab es das Angebot, sich in Süß bei den Theaterfreunden ohne Praxisgebühr gesund zu lachen, da wurde der Hahnbacher Gockel durch die Adlholzer vergast, eine gentechnische Kampftomate wurde präsentiert und die Ursulapoppenrichter Gemeinschaftspraxis vorgestellt. Die KLJB Süß meinte gar, dass das auf dem Mars gefundene Wasser wohl nie an ihr Vilswasser heranreichen könne.

Auf eine Ma®ss-Mission mit einer Biersuchsonde freute sich auch der Freitagsstammtisch und die Feuerwehr meinte, dass verrückte Reformen verrückte Zeiten erfordern und kamen als ausgeflippte Hippies.

Das Thema "Durst" war häufig präsent. Abhilfe boten auch gleich viele Teilnehmer, vom mexikanisch Scharfen des Frauenbundes bis hin zur Feuerwehr Kötzersricht, die behauptete: "Billiger und lustiger geht's nicht". Der Burschenverein wusste jedenfalls, dass "Kein Alkohol auch keine Lösung" sei. Und im Ammersrichter Saloon servierten die hübschesten Bardamen heiße Drinks zur "Hanging Time".

Bei der FF Su-Ro wurde gar gefeiert, bis die Hütte qualmt, und der Zauber vom Kindergarten Ursulapoppenricht reichte weit über die Traßlberger Siedler-Blumenwiese hinaus. Susi and Friends kamen als Sexa-Six-Pack-Neger und die Schäferhunde Süß und der DC Hahnbach 01 hatten "Träume aus tausendundeiner Nacht".

Gesund sind sicher die Hahnbacher Früchtchen der Wawersigler oder die Bio-Gänse vom Sportverein. Zwei verschiedene Gruppen Vogelscheuchen sind diejenigen, die auch zukünftig verhindern, dass sich der Pleitegeier in Hahnbach niederlassen kann. Rasant die Formel-1-Fahrer der Kirwaleit aus Traßlberg und auch der ASC Sulzbach-Rosenberg machte Schumi Konkurrenz. Extra-Blätter "Hahnbacher News" gab es in vierfacher Ausführung, wohl beschirmt.

Viele "Offizielle", wie die Narrhalla aus Amberg oder die Gardemädchen des Ballets Schötz, die Narrenkutsche Sulzbach-Rosenberg machten dem W.A.S.-Club Konkurrenz, der dabei war, sich als "2. Hahnbacher Bewertungskommission" oder "Kuldua-Sorcher" einen "offiziellen Namen" zu machen. Der bunte Haufen der Blasmusik aus Gebenbach, die Hahnbacher Marktbläser als Wikinger mit dem "Flaggschiff Regina", der Männerxangsverein, der Fanfarenzug St. Georg trugen viel zur musikalisch-narrischen Stimmung bei. Die Fischerjugend kam als "Men in Black", der Jungstammtisch Ritter glänzte silbern mit ihrem Jubiläum und Jugendfotos und behauptet weiterhin "jung, frisch, knackig und sexy" zu sein.

Als blau wie Schlumpf kam die Mädchengruppe daher und zum ersten Mal zeigte der Tierschutzverein Amberg-Sulzbach Tierisches beim Hahnbacher Faschingszug. "Saustark" war die Dorfgemeinschaft Mimbach-Mausdorf, doch ebenso die Footballer des Sportheimstammtisches. Der Ski-Stammtisch aus Iber zeigte "Sparskis" für mehrere Personen nach ihrem "Brettl-Wagen". Auch nach dem Zug hielt man sich noch lange im Ortskern auf und bis in die finsterste Nacht hinein wurde weitergefeiert.

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