01.02.2018 - 18:00 Uhr
Friedenfels

Kopfläuse in Friedenfelser Kindergarten und Schule: Plagegeister nerven

Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß sieht's "unaufgeregt". Er sagt, Kopfläuse seien längst keine Aufregung mehr wert. In den Schulen kämen sie kaum vor und eine aktuelle Meldung sei bei ihm nicht eingegangen. In Friedenfels freilich nerven die Plagegeister fünf Kinder und damit deren Eltern.

Nadine Tretter vom Gesundheitsamt Tirschenreuth bietet bei Bedarf eine Broschüre zum Thema Kopfläuse und deren Bekämpfung an. Für Schulen, Kindergärten und öffentliche Einrichtungen hat sie einen Vordruck als Aushang mit allen wichtigen Details parat. Bild: ubb
von Ulla Britta BaumerProfil

Vor gut einer Woche mussten in Friedenfels wegen der lausigen Biester in den Haaren eines Kindes die Eltern und das Gesundheitsamt informiert werden. "Aktuell sind es fünf betroffene Kinder aus dem Kindergarten und der Grundschule Friedenfels", informiert Nadine Tretter vom Gesundheitsamt Tirschenreuth.

In Friedenfels kursieren Gerüchte, der Kindergarten habe wegen Kopflausbefalls schließen müssen. Kindergartenchefin Nicole Lippert widerspricht, klärt auf und liefert Details. "Das war am Dienstag vor einer Woche." Sie habe umgehend das Gesundheitsamt informiert und einen Aushang gemacht. Was Vorschrift sei. "Da die Mutter am frühen Morgen angerufen hat, konnten wir die anderen noch zur selben Stunde bei der Abgabe ihrer Kinder informieren." Aus Angst vor "Ansteckungsgefahr" hätten diese dann ihre Kinder gleich wieder mitgenommen.

Und am nächsten Tag seien nur vier gekommen. "Wir haben am Dienstag natürlich sofort den gesamten Kindergarten von oben bis unten durchgeputzt", so Lippert. Und zusperren habe man deshalb nie müssen, beteuert die Kindergartenleiterin, dass der Betrieb ganz normal weitergelaufen sei. Der letzte Fall von Kopfläusen sei bereits vier Jahre her. Da Kopfläuse meldepflichtig sind, musste das Gesundheitsamt Tirschenreuth eingeschaltet werden. Sachbearbeiterin Nadine Tretter spricht von fünf gemeldeten Kindern in besagtem Zeitraum, unter anderem aus der Grundschule Friedenfels. Das Gesundheitsamt habe die Eltern mit einem Brief zu Gegenmaßnahmen aufgefordert und auf die gesetzlichen Bestimmungen hingewiesen. "Wir haben allen Betroffenen auch unsere Broschüre mit Details zur Bekämpfung in den Brief gelegt", sagt Tretter und betont, dass der Kindergarten Friedenfels entgegen laut gewordener Gerüchte nicht von Amtswegen geschlossen worden sei. Zumal die mit Kopfläusen geplagten Kinder bei Einhaltung der vorgeschriebenen Gegenmaßnahmen meist am nächsten Tag wieder in die Schule oder den Kindergarten gehen dürfen. Tretter weist ausdrücklich darauf hin, dass Kopfläuse nicht auf mangelnde Hygiene zurückzuführen seien. Kopflausbefall käme im Landkreis immer mal wieder vor. Eine Regel für ein "Warum und Wann" gebe es dabei nicht. Wer sich informieren möchte, könne gerne die aufschlussreiche Infobroschüre abholen, so Nadine Tretter. "Steht aber auch alles im Internet", fügt sie an und verweist auf die Plattform www.kindergesundheit-info.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Ansonsten können Eltern ihren Arzt oder Apotheker fragen", rät die Gesundheitsamtsmitarbeiterin zu Gelassenheit.

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