Polizeibilanz nach Coronakontrollen in der Oberpfalz: "Die Leute sind sehr vernünftig"

Die aktuellen Coronazahlen machen besorgt. Die Oberpfalz grenzt sich hier noch etwas ab. Eine Ursache könnte sein, dass sich die Leute besser an Vorgaben halten. Das stellen zumindest Polizisten hier bei ihren Masken-Kontrollen fest.

Überall Einsicht: Bei den Kontrollen am ZOB in Weiden gab es für die Polizei kaum Probleme
von Armin Eger Kontakt Profil

Leute, die im Biergarten ohne Mund-Nasenschutz sitzen, den Abstand nicht einhalten? Jugendliche, die in Parks Partys feiern und jegliche Sicherheitsregeln außer Acht lassen? Menschen, die durch die Stadt schlendern, denen Corona völlig egal ist und die sich deshalb nicht um die Schutzvorgaben scheren wollen?

"In Regensburg eher nicht", sagt Anton Hagen von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberpfalz. "Wir haben hier in der Stadt eine sehr, sehr hohe Zahl an Menschen, die sich an die Vorgaben halten. Ich denke, dass ist in Weiden und Amberg nicht anders", fügt der Polizist noch an.

Extra Beamte abgestellt

Am Donnerstag kontrollierten Polizisten von 7 bis 22 Uhr im gesamten Freistaat die Einhaltung der Maskenpflicht in Bussen, Bahnen, Zügen und an den Haltestellen. Durch diese Aktion soll die Bevölkerung für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sensibilisiert werden, vor allem in Zeiten erneut angestiegener Corona-Fallzahlen. "Sicher sind bei uns nicht alle Beamte bei den Kontrollen dabei, aber wir haben zusätzlich einige dafür freigestellt", sagt Hagen, der nicht sagen möchte, wie viele Polizisten genau an der Kontrollaktion am Donnerstag beteiligt waren.

Er selbst habe sich in der Innenstadt von Regensburg am Morgen ein Bild von den Kontrollen gemacht. "Die Leute sind sehr vernünftig und tragen einen Mund-Nasen-Schutz. Die Nichtmaskenträger sind eher Einzelfälle." 150 Euro Bußgeld drohen den Verweigerern, aber die Beamten würden "Einzelfallprüfungen vornehmen und es ist oft auch eine Ermessensentscheidung."

In Weiden kontrollierten die Beamten am Bahnhof, an den Bushaltestellen und am ZOB. Dort mussten die Polizisten am späten Nachmittag einige Leute ermahnen, da auf dem Busbahnhof-Gelände ebenfalls Maskenpflicht herrscht und viele erst ihren Mund-Nasen-Schutz anlegen, wenn sie in den Bus einsteigen. In den Fahrzeugen selbst gebe es kaum Probleme, so ein Fahrer. "Nur zwei-, dreimal hatten wir in den vergangenen Wochen Leute, die sich nicht daran gehalten haben."

Eine Bilanz der Kontrollen soll es erst am Freitag geben - nach einer ersten Einschätzung der Polizei war die Tendenz positiv. Die meisten Fahrgäste hielten sich an die Vorschriften, manche habe man drauf hinweisen müssen, die Maske auch über die Nase zu ziehen, erklärte die Polizei in Nürnberg. Es habe keine größeren Streitereien gegeben.

Coronazahlen in der Oberpfalz

Weiden in der Oberpfalz

In Niederbayern 13 Verstöße

Das Polizeipräsidium Niederbayern teilte derweil mit, bei den rund 220 Kontrollen zwischen 7 Uhr und 11.30 Uhrmussten lediglich 13 Verstöße geahndet werden. Die für Donnerstag geplante Zwischenbilanz mit Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in München wie auch ein Ortstermin des Polizeipräsidiums Unterfranken in Würzburg entfielen dagegen kurzfristig. Hintergrund waren wohl die aktuellen Ereignisse rund um die Meldepanne bei Coronatests an der Grenze zu Bayern.

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