Mitten in der Coronakrise: Peter Unger spendet Beatmungsgeräte

Die Kliniken Nordoberpfalz AG erhält vom Unternehmer Peter Unger eine der höchsten Spenden der vergangenen Jahrzehnte: zehn Beatmungsgeräte im Wert von mehr als 500.000 Euro.

Die Anlieferung von hochmodernen Beatmungsgeräten – auf dem Höhepunkt der Coronakrise – löste im Klinikum Weiden große Freude aus.

von Clemens Fütterer Kontakt Profil

Aus ihrem Privatvermögen finanzierte die Familie Unger zehn hochmoderne Beatmungsgeräte für mehr als eine halbe Million Euro, „um den Menschen in der Region zu helfen“, erklärt Peter Unger, einst Gründer von ATU, den Oberpfalz-Medien auf Nachfrage. Der gesamte Wert des Beatmungs- und Überwachungsequipments – besonders für den OP und für die Intensivpatienten – beläuft sich auf 560 000 Euro.

"Diese hoch differenzierten Geräte in Vollausstattung sind nicht nur ein nachhaltiges, wertiges Geschenk, sondern ein klares Bekenntnis zu den Trägern des Gesundheitswesens in der Region", betonen die Empfänger der Großspende, Medizinische Direktorin Michaela Hutzler und Dr. Jürgen Altmeppen, Chefarzt Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin der Kliniken Nordoberpfalz AG.

Auf dem Höhepunkt der Coronakrise, mit dem landesweiten Brennpunkt im Landkreis Tirschenreuth, wandte sich Neustadts Landrat Andreas Meier als Katastrophenschutz-Verantwortlicher des Landkreises an Peter Unger als "Nothelfer": mit den damals erschütternden Bildern aus dem italienischen Bergamo vor Augen. In dieser nicht einfachen Situation zeigte die Familie Unger finanzielle Verantwortung für die Gesundheit der Menschen und die Daseinssicherung in der nördlichen Oberpfalz. "Diese phänomenale Großspende verbessert unsere technische Ausstattung erheblich und baut auf einem nachhaltigen Konzept auf", unterstreicht Dr. Altmeppen, eine zukunftsweisende Versorgung auch jenseits von Corona. Der Chefarzt bekräftigt ausdrücklich die sparsamen und strengen Regeln beim Kauf der Beatmungsgeräte, "als hätten wir sie aus Eigenmitteln bezahlt".

Weitere Spender

Wie der ansonsten die Öffentlichkeit meidende Peter Unger in einem Gespräch mit Oberpfalz-Medien durchblicken ließ, zeigte er sich sowohl vom "unwahrscheinlichen Engagement" des Neustädter Landrats, als auch vom Wirken Dr. Altmeppens ("er lebt für die Region") tief beeindruckt. Dem Vernehmen nach greifen weitere wohlhabende Persönlichkeiten aus der nördlichen Oberpfalz in ihre Privatschatulle, um die technische Ausstattung der finanziell belasteten Kliniken Nordoberpfalz AG langfristig zu sichern.

Chefarzt Altmeppen dankt ausdrücklich allen Freunden und Förderern für die kleinen und großen Spenden sowie die sympathischen Gesten in schwerer Zeit.

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