Kommentar: Bleibt gelassen!

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Die Corona-Pandemie hat in unserer Gesellschaft einen tiefen Spalt aufgetan, aus dem Wut und Egoismus, manchmal auch Hass aufsteigen. Dabei täte uns mehr Gelassenheit in diesen düsteren Zeiten so gut, kommentiert Florian Bindl.

Diese Weihnachtszeit wird anders als wir sie gewohnt sind. Dennoch wünscht sich Florian Bindl etwas mehr Gelassenheit.
von Florian Bindl Kontakt Profil

Mehr Gelassenheit ist eine Einstellung, die uns derzeit allen wahrlich gut zu Gesicht stünde, selbst mit Maske. Und das gilt, so bitter dieses Wort mit Blick auf unsere Gesellschaft auch schmeckt, für beide Lager.

Es gilt erstens und zuvorderst für diejenigen, die durch eine Maske, eingeschränkte Freizeit-Bespaßung und das Abstands-Gebot den Untergang des freien Abendlandes heraufziehen sehen. Nein, es reicht nicht langsam. Nein, eure Freiheiten liegen nicht in Ketten. Nein, ihr werdet durch eine Maske nicht zu Sklaven herabgewürdigt. Wir handeln, indem wir uns an die noch immer geltenden Vorschriften halten, vielmehr selbstlos zum Schutz der Verletzlichsten. Bleibt gelassen! Das Jetzt ist nicht für immer, aber nur im Jetzt können wir uns und andere schützen.

Das zweite „Lager“ ist das derjeniger, die sich fürchten. Ja, es ist und es bleibt ein Jahr der Unsicherheit, vielleicht auch der Angst. Und doch ist es gut, dass nun wieder (Groß-)Veranstaltungen denkbar und machbar sind. Freilich mit Maß und Maske, aber ohne unangemessene Scheu. Wie wäre es zu rechtfertigen, fänden nun in der Oberpfalz keine Weihnachtsmärkte statt oder dürften Kinder nicht mit einer Laternenstablänge Abstand unterwegs sein, wenn sich Menschen gleichzeitig zu Tausenden in Fußballstadien versammeln? Mit einem tragfähigen Konzept steht einer sicheren und doch feierlichen Winterzeit nichts im Wege. Es gilt, gelassen zu bleiben.

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