Kommentar: Wo sind die Beratungsstellen?

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Es gibt Anlaufs- und Beratungsstellen zu allen erdenklichen Themen. Wo bleibt die Beratungsstelle, die sich um Verschwörungsgläubige und deren Angehörige kümmert? Das fragt sich Maria Oberleitner in ihrem Kommentar.

Ein Demonstrant klatscht vor einem Plakat mit dem Slogan «Grundgesetz Wahrheit».
von Maria Oberleitner Kontakt Profil
Kommentar

Der Regensburger Rechtsextremismusexperte Jan Nowak nennt eine erschreckend große Zahl: 30 Prozent der Deutschen weisen eine offenkundige Verschwörungsmentalität auf. Es ist zwar einerseits unterhaltsam und andererseits bestürzend, einem veganen Fernsehkoch, einem ehemaligen Journalisten und einem Sänger dabei zuzusehen, wie sie munter weiter mobilisieren, als hätte es nie Lockerungen gegeben - andererseits wird es Zeit, nun endlich zu reagieren auf die neue Situation: Wohin sollen sich Menschen wenden, die das Gefühl haben, dass Familienangehörige oder Freunde abgleiten in einen Verschwörungs-Wahn? Wo kann ich mich beraten lassen, wenn der Onkel plötzlich dubiose Kettenbriefe auf Whatsapp weiterleitet? Wo suche ich Hilfe, wenn ich merke, dass ich Angst habe und mir nicht mehr sicher bin, wem ich eigentlich glauben kann? Verschwörungsglaube wird gerade jetzt immer populärer. Deshalb brauchen wir - auch in der Oberpfalz - darauf spezialisierte Beratungs- und Anlaufstellen.

Zum Interview mit Jan Nowak

Regensburg
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