Hunderte Türken in die Oberpfalz geschmuggelt: Staatsanwaltschaft Weiden ermittelt

Mit gefälschten Pässen sollen hunderte Türken illegal über die Grenze bei Waidhaus nach Deutschland eingeschleust sein. Die Weidener Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Verdachts auf Menschenschmuggel.

Der Grenzübergang in Waidhaus. Dort sollen 200 Türken illegal nach Deutschland geschleust worden sein.
von Julian Trager Kontakt Profil

In einem offenbar großen Schleuserskandal ermittelt auch die Weidener Staatsanwaltschaft. Wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet, sollen hunderte türkische Staatsbürger mit gefälschten grauen Dienstpässen, also Ausweise für Staatsdiener, illegal nach Deutschland geschleust worden sein. Der NDR berichtete zuerst über die Affäre, die eine türkische Journalistin aufgedeckt hatte.

Der Weidener Oberstaatsanwalt Christian Härtl sagte dem BR, dass es sich bislang um Verdachtsfälle gegen mehrere Personen handle. Demnach sollen die mutmaßlichen Täter 200 Menschen illegal über die Grenze bei Waidhaus geholfen haben. Ein Teil saß dabei in einem Reisebus mit türkischem Kennzeichen, der im vergangenen Herbst in Waidhaus kontrolliert wurde, nachdem er die Grenze überquert hatte.

Laut Recherchen des NDR sind die eingeschmuggelten Menschen inzwischen in Deutschland oder auch in Nachbarländern untergetaucht. Die türkische Journalistin vermute demnach, dass diese 200 Menschen nur Teil eines größeren Menschenschmuggel-Systems seien und dass insgesamt 3000 Menschen auf diese Art nach Deutschland und in Nachbarländer eingereist seien.

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