Fragen und Antworten zu Corona: Wer zählt alles zu einem Hausstand?

Nach der jüngsten Verschärfung der Kontaktregeln gibt es einige Neuerungen in Sachen Corona. Wir beantworten wieder einige Fragen unserer Leser.

FFP2 Masken mit CE-Zertifizierung liegen auf einem Tisch. In Bahn und Bus sowie beim Einkaufen müssen FFP2-Masken getragen werden.
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Wenn mich mein Lebensgefährte ein paar Tage besucht (oder umgekehrt ich ihn), zählt er zu meinem Hausstand, oder sind wir in dieser Zeit auch zwei Hausstände?

Der Begriff des Hausstandes im Sinne der Elften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (11. BayIfSMV) ist so zu verstehen, dass darunter alle Personen fallen, welche dauerhaft in einem gemeinsamen Haushalt leben, teilte das bayerische Gesundheitsministerium in München mit. Somit zählen Lebensgefährten, die nicht dauerhaft zusammen leben, als zwei Hausstände. Und dies auch in der Zeit, in der sie sich gegenseitig besuchen.

Wie wurden die Regeln zur Kontaktbeschränkung verschärft?

Das bayerische Gesundheitsministerium weist auf eine Verschärfung der Regeln zur Kontaktbeschränkung hin: Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist nur den Angehörigen desselben Hausstands und einer weiteren Person sowie zugehörigen Kindern bis einschließlich drei Jahren erlaubt. Dies gilt laut Ministerium in beide Richtungen: Das heißt, es darf unabhängig von der Örtlichkeit eine haushaltsfremde Person bei einem Hausstand zu Besuch sein, oder auch der andere Hausstand die haushaltsfremde Person besuchen. Unter einem Hausstand sind sämtliche Personen zu verstehen, die faktisch dauerhaft zusammenleben. Anders als bisher werden Kinder unter 14 Jahren, die einem Hausstand angehören, mitgezählt. Außer Betracht bleiben weiterhin Kinder mit einem Alter bis einschließlich drei Jahren. Zwei Hausstände, die beide aus mehr als einer Person bestehen, dürfen sich vorerst nicht mehr treffen.

Welche Masken müssen in Gottesdiensten getragen werden?

In den Gottesdiensten gilt seit Donnerstag eine FFP2-Maskenpflicht. Zudem müssen Gottesdienste und Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften, bei denen mehr als zehn Teilnehmer erwartet werden, mindestens 48 Stunden im Voraus bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde angezeigt werden. Laut Verordnung zur Änderung der Elften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt diese Anmeldepflicht nicht, wenn das Infektionsschutzschutzkonzept der jeweiligen Glaubensgemeinschaft der zuständigen Behörde vorgelegt wurde.

Darf man auch FFP2-Masken mit Ventil tragen?

"FFP2-Masken mit Ventil sollen nicht getragen werden", schreibt das bayerische Gesundheitsministerium. Diese bieten keinen hinreichenden Fremdschutz, da Aerosole des Trägers nach außen dringen.

Können Deutsche, die im tschechischen Eger leben, in Bayern geimpft werden?

Laut der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) des Bundes haben "Personen, die in der Bundesrepublik Deutschland in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sind, und Personen, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in der Bundesrepublik Deutschland haben," Anspruch auf eine Corona-Schutz-Impfung. Zudem gibt es für Menschen, die in medizinischen Einrichtungen arbeiten oder von diesen zum Arbeiten ins Ausland entsandt wurden, Anspruch auf eine Impfung.

Wie werde ich über meinen Impftermin informiert?

Die bayerischen Impfzentren können online angemeldete Bürger nun automatisch über freie Impftermine informieren. "Das System benachrichtigt die Registrierten automatisch per E-Mail und SMS über die Möglichkeit einer konkreten Terminvereinbarung", erklärte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag in einer Mitteilung seines Ministeriums. "Die Bürgerinnen und Bürger können nach dieser Benachrichtigung im Portal aus verfügbaren Terminen eine persönliche Auswahl treffen."

Kann man sich auch telefonisch zur Impfung anmelden?

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek betonte am Freitag in eine Mitteilung seines Ministeriums, dass sich Personen, "die keine E-Mail-Adresse und Handynummer haben, ... weiterhin über die bundeseinheitliche Hotline 116 117 oder über die direkte Hotline ihres Impfzentrums vor Ort registrieren" können. Diese Personen würden dann zur Terminvereinbarung einen Rückruf durch die Hotline erhalten.

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