Neues Album im Jubiläumsjahr: Band mit dem komischen Namen feiert Geburtstag

Monobo Son ist eine Live-Band mit Leib und Seele. In Corona-Zeiten melden sich die Musiker mit einem neuen Album zurück.

Die Musiker von Monobo Son (hier 2018) schätzen die Oberpfälzer Zoiglkultur. Am Schaffer bei Reinhard Fütterer (2. von links) sind Severin Rauch (links), Manuel Winbeck (Mitte), Wolfi Schlick (2. von rechts) und Johannes Winbeck gerne zu Gast.
von Roland WellenhöferProfil

Monobo Son, die „Band mit dem komischen Namen“, feiert Geburtstag. Auf zehn bewegte Jahre kann die Combo um den quirligen Posaunisten Manuel Winbeck nun zurückblicken. Eine große Geburtstagssause wird es zwar erst im nächsten Jahr geben, doch machen die Musiker sich und ihren Fans trotzdem ein ganz besonderes Geschenk. Rechtzeitig zum Jubiläum erscheint das neue Album „SuperSonic“, mit dem die Musiker ein neues Kapitel in der Bandgeschichte aufschlagen.

Liveband mit Leib und Seele

„Das vergangenen Jahr war gar nichts“, erzählt Manuel Winbeck im Video-Telefonat mit Oberpfalzmedien. Zwar waren im Sommer und im Herbst ein paar kleinerer Auftritte möglich, doch den Musikern fehlt ihr Publikum sehr. Winbeck: „Wir sind eine Liveband mit Leib und Seele und vermissen die Leute wahnsinnig.“ Trotz der für Musiker schwierigen Zeiten richteten sie ihren Blick nach vorne. „Quasi in letzter Sekunde vor dem Lockdown haben wir uns Anfang März 2020 zwei Wochen ins Studio eingesperrt und die komplette Vorproduktion „reingezimmert“, erzählt Manuel Winbeck. Bis in den Herbst hinein haben sie dann in Corona-konformen Zweiergrüppchen das Album vollendet.

„Wir sind eine Liveband mit Leib und Seele und vermissen die Leute wahnsinnig.“

Manuel Winbeck

Manuel Winbeck

Authentischer Sound

Von der ersten Probe an begleitet Lorenz Schmid (aka Lenze und de Buam) als künstlerischer Produzent den Aufnahmeprozess. „Mit dem Lenze verbindet uns eine lange Freundschaft auf und neben der Bühne,“ so Manuel Winbeck. „Es war eine spannende Erfahrung diese Position zum ersten Mal aus der Hand zu geben. Wir konnten uns noch mehr auf unsere Rolle als Musiker fokussieren, und unseren Sound authentischer auf Platte bannen als je zuvor.“

Balkan-Beats und Blasmusik

So unterschiedlich wie die musikalische Herkunft der Bandmitglieder sind auch die Songs auf dem neuen Album. Der erste Song „Disco Fuchs“ versetzt einen sofort in euphorische Tanzstimmung. Die Musik lebt von der stets treffsicheren Ausdrucksweise der bairischen Sprache und den verschiedenen Stilrichtungen. Musik zwischen Jazz, Funk, Balkan-Beat, Hip-Hop und Blasmusik. Die Künstler erzählen fröhliche und melancholische Geschichten aus dem „ganz normalen“ Leben. Und auch sozialkritische Themen wie der Klimaschutz und die Intoleranz in der Gesellschaft sind der Band immer ein wichtiges Anliegen. Das Album vereint neue Songs und altbekannte Kompositionen, die erstmals auf einem Tonträger zu hören sind. Krönendes Finale ist das von vielen Liveauftritten bekannte Lied „Woast es nu“, das mittlerweile zur Erkennungshymne der Band avanciert ist.

Eigentlich scheint der bayerische Sprechgesang und die schnellen Beats so gar nicht zu der eher behäbigen Oberpfälzer Lebensart zu passen. Doch für die Band war es „Liebe auf dem Takt“ die sie seit Anfang an mit dem Landstrich im Nordosten des Freistaats verbindet. Manuel Winbeck kann sich noch sehr gut an den allerersten Auftritt im Weidener JUZ erinnern, wo ihnen 200 Menschen zujubelten. „Legendär“ sind auch die langen Abende am „Schafferhof“ in Neuhaus. Und nicht zuletzt die Gigs in der „Sünde“ in Weiden gehören zu den Höhepunkten der Bandgeschichte.

Seit zehn Jahren ist Monobo Son nun unterwegs und hat auf diesem Weg viele Metamorphosen vollzogen. Stilistisch und personell war und ist die Band stets in Bewegung. Trotz- und gerade deshalb ist es gelungen einen ganz unverwechselbaren Sound zu kreieren, der sich nicht an Genregrenzen hält. Sie bringen Elemente zusammen, die auf den ersten Blick so gar nicht zusammenpassen wollen.

Auf CD, Vinyl und im Download

Das neue Album „SuperSonic“ wird unter dem neugegründeten Label Urwaldrecords veröffentlicht. In physischer Form auf CD und Vinyl wird es exklusiv im eigenen Online-Shop vertrieben. Nach und nach werden die Songs auf allen Streaming- und Downloadportalen veröffentlicht.

Info:

Die Band:

Monobo Son das sind aktuell: Manuel Winbeck (Posaune, Gesang), Wolfi Schlick (Saxophon, Flöte), Korbinian Waller (Tuba), Benedikt Dorn (Gitarre) und Severin Rauch (Schlagzeug). Beim neuen Album hat Thomas Wörndl aus Termingründen Benedikt Dorn an der Gitarre ersetzt.

Info:

Discografie:

2013: Monobo Son (EP)

2015: Jambo (Album)

2018: Scheissen (EP)

2019: Scheene Wienerin (Album)

2021: SuperSonic, (Album), VÖ 05.02.21

Monobo Son - hier bei einem Konzert 2018 am Schafferhof in Neuhaus - haben sich von Anfang an in die Herzen der Oberpfälzer gespielt.
Wolfgang (Wolfi) Schlick, brilliert an der Querflöte ebenso wie am Saxofon und an der Tuba.
Severin Rauch wird vom Publikum regelmäßig für seine Schlagzeugsoli bejubelt.
Monobo Son - hier bei einem Konzert 2018 am Schafferhof in Neuhaus - haben sich von Anfang an in die Herzen der Oberpfälzer gespielt.
Der quirlige Frontmann Manuel Winbeck wechselte nimmermüde zwischen Gesang und Posaune.
Monobo Son noch in alter Besetzung - hier bei einem Konzert 2015 am Schafferhof in Neuhaus - haben sich von Anfang an in die Herzen der Oberpfälzer gespielt.
Ein Bad in der Menge gehört für Monobo Son einfach dazu. Hier bei einem Konzert 2015 am Schafferhof in Neuhaus
Manuel Winbeck

 

 

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