06.09.2020 - 14:54 Uhr
WaldsassenDeutschland & Welt

Die Geschichte hinter dem Tattoo: Ein Songtext für den Opa

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"Wir fliegen weg, denn wir leben hoch", singt Mark Forster. Lisa Berger hat sich einige Zeilen aus diesem Song auf die Hüfte tätowieren lassen - für ihren Opa.

Das Tattoo an ihrer Hüfte erinnert Lisa Berger an ihren Opa.
von Eva-Maria Hinterberger Kontakt Profil

Rosen, Mandalas, Audrey Hepburn, Schwalben, eine Sanduhr: Lisa Berger aus Waldsassen hat viele Tattoos. Am meisten bedeutet ihr aber das auf ihrer Hüfte. "Wir fliegen weg, denn wir leben hoch. Gewinnen alles und gehen k.o. Wir brechen auf. Lass die Leinen los. Die Welt ist klein und wir sind groß. Und für uns bleibt das so. Für immer jung und zeitlos" ist dort zu lesen.

Es ist ein Songzitat aus einem Lied "Wir sind groß" von Mark Forster. Es steht für ihren Opa Josef, der leider schon verstorben ist. "Er war einfach eine coole Socke", beschreibt Lisa ihren Großvater. "Ich habe die meiste Zeit meiner Kindheit bei ihm verbracht. Er war wie ein Bruder und ein bester Freund für mich. Er war einfach ein Unikat." Ihre Großeltern stammen aus Konnersreuth im Landkreis Tirschenreuth. Sind aber mit Lisas Mutter ins Allgäu gezogen. Lisa wurde dort geboren und ist dort aufgewachsen. Erst im Jahr 2003 ist sie mit ihrer Mutter zurück in den Landkreis Tirschenreuth gezogen. Die Großeltern sind im Allgäu geblieben. Opa Josef ist dort im Mai 2016 verstorben. "Das Lied von Mark Forster lief im Radio, als ich erfahren habe, dass er gestorben ist", erzählt die junge Frau. "Der Text passt zu ihm." Noch im selben Jahr lässt sich Lisa tätowieren. "So ist er immer ein Teil von mir." Gestochen hat das Tattoo eine sehr gute Freundin und frühere Nachbarin von Lisa. Die beiden Frauen sind zusammen aufgewachsen. "Mir war sehr wichtig, das sie den Text mit ihrer Handschrift schreibt und genau so tätowiert", sagt Lisa. "Sie kannte meinen Opa sehr gut." Die Freundin hat sich das Tätowieren selbst beigebracht. Lisa war eine der ersten, die sich dann von ihr ein Tattoo stechen hat lassen.

Von dem übrigens nicht viele aus Lisas Familie wissen. Nur die wichtigsten. "Meine Mama hatte Tränen in den Augen, als sie es erfahren hat." Und die Oma? "Die hat gesagt: ‚Schön, der Opa wird's cool finden.'"

Der Unterarm von Ramona Hannes gehört ihrer Tochter Bianca

Neustadt an der Waldnaab
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