31.03.2021 - 10:49 Uhr
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Tschechien: Grenzen für Pendler öffnen sich langsam

Tschechien gilt nicht mehr als Virusvariantengebiet. Das hat positive Folgen für tschechische Pendler. Allerdings gibt es zeitliche Einschränkungen für Menschen, die sich in den Tagen vor 28. März in Tschechien aufgehalten haben.

Tschechische Grenze öffnet sich vorsichtig.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Für Einreisende aus Tschechien besteht an der Grenze kein Einreise- und Beförderungsverbot mehr. Insbesondere Pendler können damit auch ohne eine Bescheinigung über die Systemrelevanz ihres Arbeitsplatzes nach Deutschland reinreisen. Das geht aus einer Meldung der deutschen Botschaft in Prag hervor.

Hintergrund dieser Änderung ist, dass das Robert-Koch-Institut Tschechien nicht mehr als Virusvariantengebiet führt. Die entsprechende Eingruppierung der Tschechischen Republik wurde bereits vergangene Woche aufgehoben. Genau wie für Tirol.

Tschechien gilt aber weiterhin als Hochinzidenzgebiet, so wie bis zum 14. Februar, so dass auch weiterhin Einschränkungen beim Grenzübertritt gelten. Grundsätzlich sind Reisen aus und ins Nachbarland aber wieder möglich. Erleichterung bedeutet die neue Regel vor allem für Berufspendler. Künftig dürfen nicht mehr nur systemrelevante Berufsgruppen an ihren Arbeitsplatz nach Deutschland reisen. Auch zwingende berufliche Reisen seien die unter Berücksichtigung der bayerischen Einreise-Quarantäne-Verordnung wieder möglich, meldet die Botschaft.

Allerdings gibt es bei der neuen Regelungen eine Einschränkung: "Es gelten aber für Personen, die sich zu einem Zeitpunkt, als die Tschechische Republik noch als Virusvarianten-Gebiet eingestuft war und der am 28.03.2021 noch nicht länger als zehn Tage zurückliegt, in der Tschechischen Republik aufgehalten haben, die Einreisebestimmungen der Coronavirus-Einreiseverordnung aus einem Virusvariantengebiet." Wer also heute aus Bayern nach Tschechien reist, darf auch wieder zurück, wer sich in den letzten zehn Tagen in Tschechien aufgehalten hat, muss noch abwarten.

Zugverkehr rollt wieder an

Mit dem Ende der coronabedingten Einstufung Tschechiens als Virusvariantengebiet können nun auch die unterbrochenen, grenzüberschreitenden Zugverbindungen in unser Nachbarland ab April wieder stufenweise aufgenommen werden. Unberührt davon sind die Reisenden-Regelungen der bundesweit geltenden Einreiseverordnung sowie der Corona-Schutz- und Quarantäneverordnungen der Länder Sachsen und Bayern.

  • Vogtlandbahn: Der grenzüberschreitende Verkehr auf der RB 2 (Bad Brambach – Vojtanov – Cheb) wird ab dem 12. April wieder aufgenommen. Der Zugverkehr auf der RB 1 bzw. RB 5 (nach Kraslice) startet ab dem 19. April wieder grenzüberschreitend.
  • Alex (RE25): Der durchgehende Betrieb zwischen Prag und München startet wieder ab dem 7. April.
  • Oberpfalzbahn (RB 95): Der grenzüberschreitende Verkehr Marktredwitz – Cheb – Hof wird ab dem 12.April wieder aufgenommen.

Corona in Zahlen

Weiden in der Oberpfalz

Internetseite Auswärtiges Amt

Die Tschechische Botschaft in Prag informiert über die Einreise und Ausreise

Info:

Infos zur Einreise nach Tschechien

Auf seiner Internetseite informiert das Auswärtige Amt zur Einreise nach Tschechien. Dort heißt es (Stand - 31.03.2021): Die Einreise aus Deutschland ist ausschließlich aus triftigem Grund möglich. Dazu zählen Berufstätigkeit, Studium und medizinische Gründe. Ein Familienbesuch ist nur zur Ausübung des Sorgerechts oder Pflege und Unterstützung eines Verwandten möglich. Entsprechende Nachweise sind mitzuführen. Die Reise ist vorab durch Online-Anzeige anzumelden.

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