Tschechiens Regierungschef gegen Grenzöffnung zu Deutschland

Weil die Situation in Deutschland - speziell in Bayern - "nicht ideal" sei, will Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babis die Grenzen zu Deutschland erstmal nicht öffnen.

Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis trägt Mundschutz. Foto: Roman Vondrouš/CTK/dpa/Archivbild
von Agentur DPAProfil

Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis will die Grenze nach Deutschland bis Mitte Juni weitgehend geschlossen halten. Die Situation in der Coronavirus-Pandemie sehe in Deutschland - insbesondere in Bayern - „nicht ideal“ aus, sagte der Multimilliardär am Mittwoch der Onlineausgabe der Zeitung „Blesk“. Deswegen habe man in Tschechien „Probleme“ in der Grenzregion um Cheb (Eger) und Domazlice (Taus).

Babis setzt nach eigenen Worten auf eine beiderseitige Grenzöffnung im Rahmen des sogenannten Austerlitz-Formats, dem neben Tschechien auch die Slowakei und Österreich angehören - nicht aber Deutschland. Dies könne bereits zum 8. oder 15. Juni geschehen, kündigte der Gründer der populistischen Partei ANO an. Babis ermunterte die Tschechen, den Sommerurlaub im eigenen Land zu verbringen. „Es würde uns freuen, wenn die Leute zu Hause bleiben und ihr Geld hier ausgeben“, sagte der 65-Jährige.

Tschechische Bürgerinnen und Bürger dürfen seit kurzem grundsätzlich wieder ausreisen. Nach der Rückkehr müssen sie einen negativen Coronavirus-Test vorlegen oder eine 14-tägige Heimquarantäne antreten. Für Ausländer gilt derzeit ein weitgehender Einreisestopp. Es gibt Ausnahmeregelungen für Pendler, Geschäftsreisende, Lkw-Fahrer und Diplomaten.

Das sagt der Chamer Landrat zur Situation

Cham in der Oberpfalz
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