29.07.2021 - 15:01 Uhr
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Trotz Corona – Erholung in der Metall- und Elektroindustrie

Die Metall- und Elektroindustrie der Oberpfalz erholt sich von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise. Dennoch machen sich Unsicherheiten bemerkbar.

Die Metall- und Elektroindustrie der Oberpfalz erholt sich von den Auswirkungden der Corona-Pandemie.
von Wiebke Elges Kontakt Profil

Der Wirtschaftszweig der Metall- und Elektroindustrie erholt sich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie, das hat die Sommer-Konjunkturumfrage der bayme vbm ergeben. Allerdings bremst der Mangel an Material und Vorprodukten den Aufschwung teilweise aus. Das gaben die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeiterverbände bayme vbm am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt. „Gebremst wird die Produktion jedoch durch fehlende Rohstoffe, fehlendes Material und fehlende Vorprodukte“, sagt der Vorsitzende der bayme vbm Region Oberpfalz Nord Dr. Stefan Klumpp. Die Gründe hierfür seien vielfältig. Vor allem komme es aber durch die Corona-Pandemie zu Lieferverzögerungen. Die aktuelle Geschäftslage habe sich dennoch deutlich verbessert, sagt der Vorsitzende

Die bayernweite Produktion soll im Jahresdurchschnitt um 15 Prozent steigen. Für das kommende Halbjahr wollen mehr als 61 Prozent der Unternehmen in der Oberpfalz den Output erhöhen, etwa 6 Prozent müssen diesen zurückfahren.

Laut der Umfrage würden 78 Prozent der Betriebe das aktuelle Inlandsgeschäft als gut bezeichnen. 73 Prozent empfinden auch das Auslandsgeschäft als gut. Noch in diesem Jahr „werden wir das Niveau von vor der Corona-Krise erreichen“, sagt Klumpp. Allerdings werde das Vorrezessionsniveau aus dem Jahr 2018 erst 2022 erreicht.

Trotz der Erholung der Metall- und Elektroindustrie kommt es zu einem Abbau von Arbeitsplätzen. „Mehr als ein Drittel der Betriebe befürchtet, Stellen abbauen zu müssen“, sagt Klumpp. Im Verlauf des Jahres erwartet er einen Abbau von 1500 Stellen in der Oberpfalz. Gleichzeitig hat die Umfrage auch ergeben, dass knapp 40 Prozent der Unternehmen einen Beschäftigungsaufbau planen. Klump sagt „Wir steuern auf eine Parallelität von Stellenauf- und abbau zu. Während die Transformation in der Metall- und Elektroindustrie auf der einen Seite dazu führt, dass Arbeitsplätze wegfallen, entstehen auf der anderen Seite auch neue.“ Auch gebe es Kurzarbeit bei gleichzeitigem Arbeitskräftemangel. 12 Prozent der Unternehmen gaben an weiterhin Kurzarbeit zu haben. Grund sei der Mangel an Aufträgen.

Auch bei den Investitionen machen sich Unsicherheiten bemerkbar. Nur etwa 30 Prozent der Unternehmen wollen in der zweiten Jahreshälfte mehr investieren. „Uns stimmt aber zuversichtlich, dass rund ein Fünftel aller Investitionen auf Erweiterungen entfallen. Das ist ein starkes Signal für unseren Standort“, findet Klumpp.

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