21.06.2021 - 10:00 Uhr
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Kommentar zur Zukunft katholischer Kindergärten: Eine Frage der Prioritäten

In ihren Kindergärten verspricht die katholische Kirche eine Erziehung nach dem christlichen Menschenbild. Wenn sie diese Einrichtungen aufgibt, vergibt sie ein Chance in die Gesellschaft zu wirken. Ein Kommentar von Alexander Pausch.

Figuren für ein Theaterstück liegen in einer Kindertagesstätte bereit.
von Alexander Pausch Kontakt Profil
Kommentar

In der Debatte über die Zukunft der katholischen Kindergärten wäre es naheliegend, auf Jesus selbst zu verweisen. "Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht", sagte dieser zu seinen Jüngern, als diese versuchten, Kinder daran zu hindern zu Jesus zu kommen. Der Evangelist Markus berichtet weiter, dass Jesus die Kinder in seine Arme genommen habe. "Dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.“

Nun hindert die katholische Kirche keine Kinder daran, zu ihr zu kommen. Wer getauft werden will, wird geteuft. Das gilt auch für Kinder – falls die Eltern zustimmen. Für die Kirche geht es um die Frage, wie es ihr noch gelingt die Menschen zu erreichen. Ein Ort sind ihre Kindergärten. Dort kommt sie mit den Eltern in Kontakt. Häufig lassen sich diese über Kleinkindergottesdienste in die Pfarrgemeinde einbinden – und falls nicht, erfahren sie wenigstens etwas über das Christentum. Ohne katholischen Kindergarten fällt das weg.

Andererseits sinkt auch im Bistum Regensburg die Zahl der Gläubigen – und damit die Finanzkraft. Noch sind knapp 70 Prozent der Bevölkerung Katholiken. Die Zukunft zeigt sich in Köln und Paderborn. In beiden Bistümern sind weniger als 40 Prozent der Menschen in der katholischen Kirche. Die Kirche muss sich entscheiden, was ihr wichtig ist. Verkündigung in der Fläche oder schöne Institute am Bischofsitz.

Zur Entwicklung der katholischen Kindergärten

Regensburg

 

 

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