06.04.2021 - 18:33 Uhr
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Hubert Treml kehrt mit "Himmel" aus dem "Paradies" zurück

„Wenn ich im Tonstudio an Songs arbeiten darf, dann bin ich im Paradies“, sagt Hubert Treml. Nun war er wieder im "Paradies". Mitgebracht hat er eine neue Solo-CD mit dem verheißungsvollen Titel „Himmel“.

Das Cover der neuen Solo-CD von Hubert Treml.
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Der Oberpfälzer Mundart-Liedermacher Hubert Treml hat die Corona-bedingte konzertlosen Zeit genutzt, um im Schlunzspur-Studio in Regensburg und im Single-Coil-Music-Tonstudio in Sinzing eine neue Solo-CD einzuspielen. Musikalisch unterstützt haben ihn Rudi Kraus (Keyboard und Programmierung), Robert Prill (Gitarre und Stimme) und Florian Speth (Schlagzeug und Keyboard). Als Gastmusiker waren Albert Dotzler und Anderes Mederl (Trompete) mit von der Partie.

Herausgekommen ist - einmal mehr - eine musikalische Liebeserklärung an die Oberpfalz, ihre Menschen, ihre Orte und ihre Mundart. In zumeist sanften, leisen Tönen, aber manchmal auch ganz schön fetzig spannt der Liedermacher den Bogen vom alten Tante-Emma-Laden bis zur Wegwerfgesellschaft, von Shakespeares Othello bis zum Kaufrausch. Den Titelsong „Himmel“ hat er übrigens vor einiger Zeit zum zehnjährigen Bestehen des Konnersreuther Chors „Singaweng“ komponiert und gemeinsam mit dem Chor in Fockenfeld aufgeführt.

Songs aus der Liederwerkstatt

Bei der CD hat sich der Liedermacher hauptsächlich aus dem „Fundus“ seiner Liederwerkstatt, mit der er auf Bestellung Songs für verschiedene Anlässe komponiert, bedient. Darunter ist mit „Aas da Weidn!“ auch die längst überfällige Hymne auf seine alte Heimatstadt, in der Treml eine große Fangemeinde hat. Den Titel hat er vor einigen Jahren zum 40. Geburtstag einer Exil-Weidenerin geschrieben. Er erzählt vom ersten vergeigten Rendezvous am Fischerberg, vom ersten Kuss im Max-Reger-Park, vom legendären Plattenladen „PlaPlü“, vom Kaufhaus Hertie, dem Anker-Kino und natürlich dem Weidener Griff, mit dem man feststellt, ob man von Porzellan der Firmen Bauscher oder Seltmann speist.

Weiden ist auch Ursprungsort des Lieds „Taschntöichl“. Den Song hat der Liedermacher vor einiger Zeit für einen Shakespeare-Abend in der Weidener Regionalbibliothek "Vül Lärm um nix!" getextet und komponiert. Dahinter steckt eine moderne Othello-Variante. Auf der CD findet sich auch der Titel "Mei, Oberpfalz (Patriot des Universums)", den Treml für das gleichnamige Musikprogramm mit Robert Prill komponiert hat.

Hier erfahren Sie, wie Hubert Treml die Coronakrise meistert

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In Erinnerungen an einen Kramerladen und eine Tante in Dietersdorf schwelgt Treml beim Song "Tante Emma Lodn“, den er für eine interne Veranstaltung des Naturkostladens „Hollerbirl“ in Neustadt/WN geschrieben hat. Der Kemnather Ortsteil Waldeck hat es übrigens gleich zwei Mal auf die CD geschafft. Neben dem Song "Wenn d' Glockn leit“, den Treml für den Open-Air-Glockenguss für die Burgkapelle 2014 komponiert hat, ist auch der Titel "Es mooch da guat göih“ eine Waldecker Inspiration. „Die Grundidee stammt von Elisabeth Zintl, die bei einem Dinnerabend auf ihren Hollerhöfen in Waldeck angeregt hat, ein Lied über die Wünsche der Oberpfalz zu schreiben“, verrät der Liedermacher.

"Dann waar Weihnachten"

Der letzte Titel der Scheibe „Dann waar Weihnachten“ war übrigens die Triebfeder für die CD. Der Song, der schon ein paar Jahre alt ist, erlangte durch die Corona-Pandemie plötzlich ungeahnte Aktualität. Treml besingt darin, was Weihnachten ohne all das Drumherum, ohne Christkindlmärkte, TV-Weihnachtsshows, Weihnachtskonzerte und all die anderen Dinge, wäre. Vieles wurde beim vergangenen Weihnachtsfest bittere Realität. „Dies war für mich der Auslöser, endlich mal wieder ein Solo-Projekt in Angriff zu nehmen“, verrät Hubert Treml.

Die Scheibe kann für 12,50 Euro bei Hubert Treml (hubert.treml[at]t-online[dot]de) bezogen werden.

 

 

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