24.07.2020 - 10:49 Uhr
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Corona-Studie bei Domspatzen soll Schulen sicherer machen

16 Wochen lang sollen Schüler der Regensburger Domspatzen regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden. Die Studie soll Aufschluss geben, wie Infektionen in Bildungseinrichtungen zu verhindern sind.

Das Gymnasium der Regensburger Domspatzen.
von Agentur DPAProfil

Mit einer Corona-Studie bei den Regensburger Domspatzen will die Staatsregierung den künftigen Schulalltag in Pandemie-Zeiten in Bayern vorbereiten. „Ziel ist, den Schulbetrieb künftig so gut es geht zu ermöglichen und großflächige Schulschließungen aufgrund von Corona-Infektionen zu vermeiden“, sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Freitag in München. Die Studie zur Vermeidung von Corona-Ausbrüchen solle dazu beitragen, praktikable Strategien für eine sichere, effiziente und sinnvolle Testung von Schülern auf das Coronavirus zu entwickeln.

Im Rahmen der freiwilligen Studie werden Schüler im Alter von 10 bis 21 Jahren 16 Wochen lang regelmäßig auf das Coronavirus getestet. Dies erfolgt mittels eines Rachenabstrichs, den die Schüler selbst vornehmen können. Die Ergebnisse erhalten die Schüler über eine datensichere Software. Auch die Schulleitung wird anonym über die Testergebnisse informiert, um den Schul- und Chorbetrieb entsprechend zulassen zu können. Wird eine Corona-Infektion nachgewiesen, tritt der Quarantäneplan der Schule in Kraft.

Staatsregierung trägt Kosten

Durchgeführt wird das Forschungsprojekt STACADO (STudie zur Ausbruchsvermeidung von CoronA bei den DOmspatzen) von der Kinderuniversitätsklinik Ostbayern und der Universität Regensburg. Die Kosten für die Studie (113 400 Euro) trägt die Staatsregierung.

Die Domspatzen seien durch den Alltag in der eigenen Schule mit angeschlossenem Internat und täglichen Chorproben in der Pandemie besonders Gefahren ausgesetzt, hieß es weiter. Neben Erkenntnissen für den Schulalltag erhoffen sich die Studienleiter auch wichtige Aussagen darüber, wie durch intelligentes Testen an Kultureinrichtungen eine Corona-Infektion frühzeitig erkannt und ein Ausbruchsgeschehen verhindert werden können.

Anfang Juli trauerten die Domspatzen um Georg Ratzinger

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