26.04.2021 - 18:46 Uhr
PressathDeutschland & Welt

Schug-Gruppe aus Eschenbach übernimmt schwäbischen Anlagenbauer

Das Traditionsunternehmen Lingl aus Krumbach ist gerettet. Die Unternehmerfamilie Schug gab am 23. April 2021 bekannt, dass sie den Anlagenhersteller Lingl übernehmen: damit können die Mitarbeiter des insolventen Unternehmens aufatmen.

Lippert übernimmt Lingl
von Wiebke Elges Kontakt Profil

Die Unternehmerfamilie Schug hat bekannt gegeben, dass sie den schwäbischen Traditionsbetrieb Lingl kaufen will. Damit sei laut Pressemitteilung der Fortbestand Lingls langfristig gesichert. Die 230 Mitarbeiter sollen von Familie Schug übernommen werden. Im vergangenen Oktober hat das Unternehmen aus Krumbach (Landkreis Günzburg) Insolvenzantrag stellen müssen.

Firmen "passen zusammen"

Der Familie Schug gehört unter anderem das Maschinenbauunternehmens Lippert in Pressath (Landkreis Neustadt/WN). Lippert ist Spezialist für Anlagen der Porzellanindustrie, Fördertechnik und Automatisierungslösungen. Das Industrieunternehmen in dritter Generation beschäftigt rund 370 Mitarbeiter. Geschäftsführer Hubert Schug sieht, dass sich beide Unternehmen gut ergänzen: "Aus unserer Sicht passen die beiden Unternehmen sehr gut zusammen. Es gibt eine Vielzahl von Synergien, die es nun zu heben gilt. Wir sehen uns als langfristigen, strategischen Investor, der den Standort erhalten und langfristige Weiterentwicklung fördern will".

Die Zukunft für Lingl

Nach der Insolvenz der Firma Lingl lag der Schwerpunkt bei dem Unternehmen darauf die Produktion aufrechtzuerhalten und die bestehenden Kunden- und Lieferantenbeziehungen zu sichern, heißt es in der Pressemitteilung. Trotz der Corona-Pandemie sei es mit Hilfe engagierter Mitarbeiter und unter der Leitung des Sanierungsgeschäftsführers Alexander Kögel möglich gewesen, den Geschäftsbetrieb in vollem Umfang aufrechtzuerhalten und notwendige Restrukturierungsmaßnahmen umzusetzen. Dies sei eine wesentliche Voraussetzung für die Gespräche mit möglichen Investoren gewesen. "Wir hatten eine erfreulich hohe Anzahl von Interessenten, bei der sich Familie Schug letztendlich als idealer Partner für Lingl herausgestellt hat", erklärt Christian Plail, Betreuer des Insolvenzverfahrens vor Ort und Leiter der Augsburger Kanzlei SGP Schneider Geiwitz. Die Übergabe des Geschäftsbetriebes sei für Anfang Mai vorgesehen. Der Gläubigerausschuss muss dem Kauf noch zustimmen.

Familienbetrieb wächst weiter

Innerhalb weniger Jahre hat sich der Familienbetrieb Lippert deutlich weiter entwickelt. Schug übernahm in den letzten Monaten bereits mehrere Unternehmen, mittelfristig strebt er mit seinem verschiedenen Sparten mehr als 1000 Mitarbeiter an. Derzeit beschäftigt er rund 700 Mitarbeiter. Rund 15 Millionen investierte die Familie zuletzt in Modernisierung, Innovation, Digitalisierung mit optimierten Arbeitsprozessen und neue Maschinen. Momentan steht ein Standortwechsel bevor. Dabei soll das Unternehmen von Pressath nach Eschenbach umziehen. Bis 2025 will Hubert Schug dort eine Gesamtsumme von 60 bis 70 Millionen Euro investieren.

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