09.06.2021 - 12:06 Uhr
OberpfalzDeutschland & Welt

Große Rosenkäfer: selten, schön und manchmal laut

Nur wenige Käfer können es hierzulande in puncto Farbenpracht mit dem Großen Rosenkäfer aufnehmen. Obwohl er in manchen Bundesländern als stark gefährdet gilt scheint er sich in Teilen der Oberpfalz wohl zu fühlen.

Der Große Rosenkäfer schillert grün, je nach Lichteinfall glänzt er golden.
von Alexander Unger Kontakt Profil

Er schillert grün, je nach Lichteinfall glänzt er golden. Der größte einheimische Rosenkäfer heißt deswegen auch Großer Goldkäfer. Auch Michaela Basler von der Kreisfachberatung am Landratsamt Amberg-Sulzbach fällt er heuer sehr häufig auf : "Er ist aufgrund seiner Leibesfülle auch nicht zu überhören, wenn er fliegt." Die Larven brauchen einige Jahre bis zur vollständigen Entwicklung, leben im Kompost oder in weichen Holzresten. Der schwindende Lebensraum ist Grund dafür, dass die Art der wohl seltenste Rosenkäfer hierzulande ist, in Baden-Württemberg gilt er sogar als stark gefährdet, wie das Landesamt für Umwelt Baden-Württemberg bestätigt.

Michaela Basler hat gleich noch einen Tipp: "Im Garten: an den dicken, glänzenden Gesellen freuen". Die Käfer ernähren sich hauptsächlich von Nektar und Pollen, Blütenblättern, Staubgefäßen und Blütenstempeln und vom Saft reifer Früchte. "Alles im Rahmen und ohne schädigendes Ausmaß, das eine Bekämpfung erforderlich machen würde."

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