Die Geschichte hinter dem Tattoo: Mehr als Mutter und Tochter

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Zwei Hände, ein rotes Herz: Der rechte Unterarm von Ramona Hannes, erinnert die 45-Jährige immer an ihre Tochter. Es ist aber nicht das einzige Tattoo, dass das enge Verhältnis zwischen Mutter und Tochter widerspiegelt.

Mehr als Mutter und Tochter: Ramona Hannes und ihre Tochter Bianca haben sich das gleiche Tattoo stechen lassen.
von Eva-Maria Hinterberger Kontakt Profil

Der rechte Unterarm von Ramona Hannes gehört Bianca. Die 45-Jährige aus dem Landkreis Neustadt/WN hat sich dort zusammen mit ihrer Tochter das gleiche Tattoo stechen lassen. Nur hat die 19-jährige Bianca das Tattoo am linken Unterarm. Es zeigt zwei Hände, die sich am kleinen Finger einhaken. darüber ist ein rotes Herz.

„Wir sind beide Tattoo-Fans. Irgendwann sind wir auf die Idee gekommen, dass wir uns ein gemeinsames stechen lassen“, erzählt Hannes. Beim Motiv sind die beiden ganz pragmatisch vorgegangen: „Wir haben im Internet geschaut, was es gibt und das hat uns gefallen“, erzählt sie. „Wenn es dumm läuft, treffe ich jemanden mit den gleichen Tattoo.“

Sie schreibt das Verhältnis zu ihrer Tochter als „eher freundschaftlich anstatt Mutter und Tochter“. „Wir können über alles reden.“ Leider sehen sich die beiden Frauen jedoch nicht so oft. „Meine Tochter lebt bei ihrem Vater“, sagt die Mutter, die Bianca noch ein zweites Tattoo gewidmet hat: Am linken Handgelenk trägt sie ein „B“ mit einem Herz. „Das hat sich meine Tochter gewünscht“, erzählt sie. Und was sagt der Rest der Familie zum Tattoo von Mutter und Tochter? „Die Idee fanden alle toll. Auch wenn sich meine Eltern selbst nie tätowieren lassen würden“, fährt sie fort. Sie seien früher sogar gegen Tattoos gewesen. Denn die Tattoos, die Hannes ihrer Tochter gewidmet hat, sind nicht ihre einzigen.

Ramonas Körper zieren zudem ein Notenschlüssel, eine Rose und ihr Sternzeichen. Alles Motive, die ihr etwas bedeuten. Das Sternzeichen sei selbsterklärend, sagt sie. Der Notenschlüssel steht für ihre enge Bindung zur Musik. Und die Rose? „Man ist 18 Jahre alt und will sich eben tätowieren lassen“, blickt die 45-Jährige schmunzelnd zurück.

Bisher hat sie auch keines ihrer Tattoos bereut. Nur bei der Wahl des Tätowierers habe sie in der Vergangenheit nicht immer ein glückliches Händchen gehabt. „Es ist nicht alles so toll gestochen.“

Annes Tattoos erinnern an eine schwere Zeit in ihrer Kindheit

Neustadt an der Waldnaab
Ramona Hannes und ihre Tochter Bianca
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