09.07.2020 - 16:42 Uhr
NabburgDeutschland & Welt

Eine Million Euro für Kultur und Sport

Eigentümer denkmalgeschützter Häuser, Burgen und Schlösser, nichtstaatliche Museen, im Kulturbereich aktive Vereine und Institutionen sowie Sportverbände in der Oberpfalz – sie alle unterstützt der Bezirk mit über einer Million Euro.

Die Denkmalpflege lässt sich der Bezirk Oberpfalz einiges kosten. Diesmal wurden 600 000 Euro zur Verfügung gestellt. Preisträger in diesem Jahr Christian Eichinger aus Pfreimd. Die Jury entschied sich aus 38 Bewerbern für das Bürger- und Handwerkerhaus am Marktplatz 23.
von Helmut KunzProfil

Im Freilandmuseum Oberpfalz in Neusath tagten die die Mitglieder des Kulturausschusses des Bezirkstags der Oberpfalz unter Vorsitz von Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Und sie hatten jede Menge Geld mit dabei, das der Kultur und dem Sport zur Verfügung gestellt wird.

Größter Einzelposten bei den Zuschüssen war mit über 600000 Euro die Denkmalpflege. Der Bezirk Oberpfalz fördert damit die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude, Burgen, Schlösser und historischer Dächer sowie den Betrieb der Jugendbauhütte Regensburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Insgesamt 47 Antragsteller aus der gesamten Oberpfalz – Kommunen, Kirchen und Privatpersonen – kommen in den Genuss einer finanziellen Unterstützung ihrer denkmalpflegerischen Maßnahmen. „Der Bezirk Oberpfalz gibt bei der Denkmalpflege pro Kopf bayernweit am meisten Geld aus“, hob Bezirkstagspräsident Löffler hervor.

Rund 118000 Euro schütteten die Bezirksräte für die Bereiche Heimatpflege (25000 Euro), Musikpflege (61000 Euro), nichtstaatliche Museen (18800 Euro) und für Projekte der kulturellen Zusammenarbeit zwischen der Oberpfalz und Tschechien (13000 Euro) aus. Unterstützt werden damit der Ankauf von Trachten und Instrumenten durch Trachten- und Musikvereine, 13 Projekte der kulturellen Zusammenarbeit zwischen der Oberpfalz und Tschechien, acht Konzertreihen und drei nichtstaatliche Museen sowie der Bayerische Landesverein für Heimatpflege, der Verband für Orts- und Flurnamenforschung in Bayern, der Arbeitskreiskreis für Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz, die Stiftung Regensburger Domspatzen, das Landesjugendjazzorchester, der historische Verein für Oberpfalz und Regensburg und die Regensburgische Botanische Gesellschaft. Wie in den Vorjahren erhält der Verband für Popkultur in Bayern (Alteglofsheim) für das Popkulturförderprojekt „byon“ 2500 Euro und für das Projekt „inpulse“ für jeden in der Oberpfalz durchgeführten Kurs 620 Euro, maximal 3100 Euro. Auch für die Zusammenarbeit zwischen Nordbayerischem Musikbund und der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg werden maximal 25.000 Euro zur Verfügung gestellt. Mit je 500 Euro werden die Regionalausschüsse Oberpfalz Süd und Mitte/Nord des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ bedacht.

Besondere Unterstützung erfährt auch dieses Jahr wieder der Sport in der Oberpfalz. Hierfür bewilligten die Bezirksräte insgesamt 100000 Euro, die für den Bayerischen Landessportverband und die Sportfachverbände auf Bezirksebene und für die Bayerische Sportjugend/Bezirk Oberpfalz sowie für die Oberpfälzer Schützen (Oberpfälzer Schützenbund und Schützenbezirk Oberpfalz) bestimmt sind.

Nachdem im Frühjahr die Sitzung des Kulturausschusses coronabedingt entfallen musste, entschied Löffler über einige Zuschüsse mittels dringlicher Anordnung, um den Geschäftsgang und die Projekte dieser Vereine und Verbände nicht zu gefährden. Dazu zählen die Jahreszuschüsse für den Nordbayerischen Musikbund (20000 Euro), für den Oberpfälzer Kulturbund (20000 Euro), für die Schule für Dorf- und Landentwicklung in der Abtei Plankstetten (12000 Euro), für das Schullandheimwerk Niederbayern/Oberpfalz (5000 Euro) und für die Regensburger Schriftstellergruppe International (4000 Euro) sowie die Betriebskostenzuschüsse für das Regensburger Figurentheater im Stadtpark (12000 Euro) und für das Landestheater Oberpfalz (20000 Euro). 20000 Euro waren für das Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg/Literaturhaus Oberpfalz für die Erschließung und Digitalisierung des lichtung-Archivs und von Tondokumenten des Schriftstellers Bernhard Setzwein bestimmt.

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