Kommentar: Der weite Weg der USA in Richtung Normalität

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Trump gegen Biden: Der Wahlkampf in den USA dürfte wegen der Personalie Harris mächtig Fahrt aufnahmen. Leider kein gutes Zeichen, meint Frank Werner.

Kamala Harris bei einem Auftritt im Jahr 2019.
von Frank Werner Kontakt Profil
Kommentar

Donald Trump ist schon längst im Wahlkampfmodus. "Das ist die Art Gegnerin, von der jeder träumt", schreibt der US-Präsident über Kamala Harris. Die designierte Kandidatin der Demokraten für das Amt der Vizepräsidentin nennt er "schwach". Es droht wieder einmal eine Schlammschlacht bis 3. November in den USA. Genau so, wie Trump es liebt. Nun haben die meisten Deutschen bei der Wahl Trumps zum mächtigsten Mann der Welt noch ungläubig den Kopf geschüttelt. Die Sympathiewerte für den Republikaner sind hierzulande auf konstant niedrigem Niveau. Aus gutem Grund. Er hat Deutschland zum Lieblingsfeind auserkoren, er hat in der Coronakrise einen verheerenden Eindruck hinterlassen, er hat die Welt keinen Deut friedlicher und gerechter gemacht. Die Amerikaner allerdings haben hier eine ganz andere Sicht der Dinge. Trump genießt ein Stück Narrenfreiheit. Was bei uns Befremden auslöst, sorgt in den USA für Begeisterung. Sein Herausforderer Joe Biden geht mit Harris den richtigen Weg - eigentlich. Denn es ist für die amerikanische Gesellschaft wahrlichkein gutes Zeichen, wenn die "Running Mate" (Vizepräsidentschaftskandidatin) gefeiert wird. Eine Frau, dazu noch schwarz und erfolgreich - na und? Solange die Kandidatin Harris vor allem deswegen als "historisch" gepriesen wird, ist noch lange nicht alles normal in den Vereinigten Staaten. Und so lange darf sich Trump als Favorit bei der Präsidentenwahl fühlen.

Kamala Harris Vize-Kandidatin der Demokraten in den USA

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