16.07.2021 - 18:07 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar: Todesopfer des Klimawandels

Kein Grund zur Panik – denn Panik bringt uns auch nicht weiter. Dennoch müssen wir den Tatsachen ins Auge sehen: Es ist der Klimawandel, der gerade Teile Deutschlands verwüstet. Ein Kommentar von Frank Stüdemann.

Ein Foto, das die Bezirksregierung Köln am Freitag über Twitter verbreitete, zeigt Überschwemmungen in Erftstadt-Blessem. Laut der Behörde sind einige Häuser eingestürzt, mehrere Menschen würden vermisst.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil

"Bis es auch der Hinterletzte verstanden hat: Starkniederschläge nehmen mit dem Klimawandel zu." Der Schweizer Klimaforscher Reto Knutti von der ETH Zürich bringt es auf den Punkt. Zugespitzt formuliert, die Toten der Hochwasserkatastrophen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gehen auf das Konto des veränderten Weltklimas. Da gibt es nichts zu relativieren und nichts zu leugnen.

Schon vor 30 Jahren haben Forscher wie Knutti vorhergesagt, dass durch den Anstieg des CO2-Gehalts in der Atmosphäre normale Niederschläge seltener und Starkregen häufiger werden würden. Durch die Veränderungen in den Luftströmungen sind Unwetter zudem immer langsamer unterwegs, so dass sich Regenmassen stärker lokal konzentrieren, anstatt sich breiter zu verteilen.

Gegen das, was uns die Auswirkungen der Klimakrise in der Zukunft noch abverlangen werden, wirken die Begleiterscheinungen der Coronakrise bald wie eine verhältnismäßig kleine Unannehmlichkeit. Wenn wir die Erderwärmung schon nicht effektiv bremsen können (oder wollen), müssen wir uns wenigstens auf die Konsequenzen besser vorbereiten.

Hochwasserkatastrophe fordert Menschenleben

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