18.07.2021 - 18:31 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar zum "Synodalen Weg": Kirche muss zeigen, dass sie lernt

Es ist still geworden um den "Synodalen Weg". Zu still. Dabei ist der Reformprozess die Chance für die katholische Kirche Strukturen, die geschadet haben, aufzubrechen. Ein Kommentar von Alexander Pausch.

Auf der ersten Versammlung des "Synodalen Wegs" der Katholischen Kirche ging es zu Beginn des Jahres 2020 um Reformvorschläge zum Zölibat und zur Stellung der Frau in der Kirche.
von Alexander Pausch Kontakt Profil
Kommentar

Mit einem Kompromiss wird es beim "Synodalen Weg" am Ende nicht getan sein, obwohl dies eine gängige Lösung ist, wenn sich zwei Lager gegenüber stehen: Das eine will Reformen der Kirche, das andere nicht. Letzteres hängt an traditionellen Strukturen.

Kardinal Reinhard Marx hat seinen Bischofskollegen am Samstagabend noch einmal mit wuchtigen Worten gesagt, worum es geht: "Wenn das, was wir hier und weltweit die letzten Jahre in der Kirche erlebt haben, wenn der Schock nicht zu einer Reform führt, dann weiß ich nicht, wie groß der Schock werden muss." Der Schock, von dem er spricht, sind die Missbrauchsskandale, die die Katholische Kirche bis ins Mark erschüttert haben.

Die Haltung "O mein Gott, wenn das bekannt wird - die arme Kirche" dürfte der Vergangenheit angehören. Aber es gibt nach wie vor die Strukturen, die sexualisierte Gewalt begünstigt haben. Dazu zählt laut MHG-Studie die ungleiche Verteilung von Macht, der Klerikalismus und die Tabuisierung von Homosexualität.

So steht es um den "Synodalen Weg"?

Regensburg
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