19.07.2021 - 19:13 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar: Was helfen Politiker in Gummistiefeln?

Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier, Horst Seehofer – die große Politik zeigt sich in den Katastrophengebieten in NRW und Rheinland-Pfalz. Aber ist gut gemeint auch gut gemacht? Ein Kommentar von Frank Stüdemann.

Nordrhein-Westfalen, Euskirchen: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU, r) und der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU, l) sprechen vor der Steinbachtalsperre zu den Medien.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil
Kommentar

Helfen den Hochwasseropfern in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eigentlich die Besuche von Politikerinnen und Politikern, die sich "ein Bild von der Lage" machen wollen? Dass Landeschef Armin Laschet und seine Amtskollegin Malu Dreyer sich bei ihren leidgeprüften Bürgern blicken lassen, leuchtet ja noch ein - und wären sie nicht gekommen, hätte es Beschwerden gehagelt. Aber die Bundeskanzlerin, der Bundespräsident und am Montag auch noch der Bundesinnenminister? Sicher, es geht darum, Anteilnahme zu zeigen und "unbürokratische" Hilfe zu versprechen. Das könnte man aber auch von Berlin aus, ohne mitsamt Begleittross vor Ort letztlich nur im Weg zu stehen.

In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wie schnell und unkompliziert den Opfern, die vor den Trümmern ihrer Existenz stehen, von der Politik wirklich geholfen wird. Sollten ihre Hoffnungen enttäuscht werden, bleibt von all den Politikerbesuchen nichts übrig als ein sehr bitterer Nachgeschmack.

Bundespräsident Steinmeier vor Ort im Katastrophengebiet

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