17.09.2020 - 18:15 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

Kommentar zur Bayern-AfD: Von wegen Stimme des Volkes

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Die Landtags-AfD ist tief gespalten. So macht sich die Partei überflüssig, meint Jürgen Umlauft.

Das Logo der AfD hängt in einem Flur des bayerischen Landtags.
von Jürgen UmlauftProfil
Kommentar

Da steht die ganze Welt wegen Corona vor der größten Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg und die AfD-Abgeordneten im Landtag können sich nicht einmal auf eine Tagesordnung für ihre Klausur einigen. Die Folge: Ergebnisloser Abbruch der Veranstaltung ohne jede Sachdebatte. Völlig egal, welche der beiden verfeindeten Gruppen für das Desaster verantwortlich ist: Die AfD als selbst ernannte Stimme des Volkes entfernt sich von diesem immer weiter.

Dass der von einer Mehrheit der AfD-Abgeordneten abgelehnte Fraktionsvorstand mit seinen verbliebenen Getreuen anschließend weitertagt, als sei nichts gewesen, macht die Sache zur traurigen Realsatire. Die offensichtliche Spaltung der Fraktion wird quasi zum demokratischen Normalfall erklärt. Wer dann auch noch Beschlüsse fast, die in Sachen Corona und seinen Folgen eine in Teilen verantwortungslose Realitätsverweigerung dokumentieren, macht sich selbst überflüssig.

Die Klausurtagung der AfD

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