05.03.2021 - 17:44 Uhr
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Kommentar: "Michelin-Stern to go"?

Die Coronapandemie setzt der Gastronomie auch in der Oberpfalz zu. Nun verlieh der Guide Michelin seine berühmten Sterne und sorgte für Freude – zurecht, kommentiert Kathrin Moch, die sich auch Gedanken um die Testesser gemacht hat.

Alle Jahre wieder: Auch 2021 und während der Coronapandemie verlieh der Guide Michelin seine berühmten Sterne. Die Oberpfalz kam dabei gut weg.
von Kathrin Moch Kontakt Profil
Kommentar

Wie Licht am Ende des Tunnels und vermutlich heller als jemals zuvor strahlen die Michelin-Sterne in diesem Jahr für die Gastro-Szene. Vom Lockdown ins Abseits gedrängt und von der Pandemie gebeutelt, haben es sich die Gastronomen so sehr verdient, gewürdigt zu werden.

Manch einer mag sich fragen, ob so eine Verleihung während der Coronapandemie wirklich nötig war? Es gebe andere Probleme, schlimmere Baustellen. Doch wie schön ist es, einmal nichts über das Coronavirus zu lesen (oder zu kommentieren)? Deshalb ist die Antwort eindeutig: Vermutlich noch nie war die Verleihung der Sterne - und damit die Wertschätzung - so nötig wie jetzt. Die Verleihung setzt ein Zeichen, dass die Gastronomen und der Genuss, den sie in die Welt bringen, nicht vergessen sind.

Wie die Testesser wohl ihr Urteil während der Pandemie gefällt haben?

Mit Styroporverpackung und Plastikgabel auf der Parkbank? "Michelin-Stern to go" quasi? Eine lustige Vorstellung, die leider - oder besser zum Glück - nicht ganz der Wahrheit entspricht. Zumindest, wenn man den Verantwortlichen glaubt. Die Maßnahmen gegen das Coronavirus haben es den Testessern trotzdem leichter gemacht sich bei ihrem Besuch zu verstecken. Denn ganz undercover - mit Maske - kamen sie mit Sicherheit.

Diese Restaurants dürfen sich 2021 über einen Michelin-Stern freuen

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