So wird das Jahr 2021: Termine, Events und neue Gesetze

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Mehr Geld für Eltern, kein Soli und Fußball-EM: Die Hoffnung auf ein gutes Jahr 2021 ist groß. Oberpfalz-Medien hat politische Termine, neue Gesetze und sportliche Events gesammelt, damit Sie im neuen Jahr nichts verpassen.

Endlich wieder in der Menge baden, ob das klappen wird? Die Fußball-Europameisterschaft soll in diesem Jahr vom 11. Juni bis 11. Juli in verschiedenen Ländern nachgeholt werden.
von Kathrin Moch Kontakt Profil

Termine während der Corona-Pandemie auszumachen, scheint fast unmöglich. Verschiebungen und Absagen füllten im vergangenen Jahr etliche Spalten und Zeilen in den Medien. Doch im neuen Jahr bringt ein Impfstoff Hoffnung. Auch Oberpfalz-Medien wagt deshalb den Blick auf das Jahr 2021 und versorgt Sie mit allen Terminen, die Sie nicht verpassen sollten: politisch, sportlich, kulturell und allem, was sonst noch interessant sein könnte, um die Tage während der Pandemie endlich wieder mit Leben zu füllen.

  • Wahlen in Deutschland

Welche Politiker haben sich in der Corona-Krise besonders gut geschlagen? Welche nicht? 2021 können die Deutschen ihre Politiker mit einer Wahl loben oder abstrafen – Gelegenheiten gibt es genug, denn 2021 ist ein Jahr der Wahlen. Den Anfang machen die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie die Kommunalwahl in Hessen am 14. März. Die vorgezogenen Landtagswahlen in Thüringen wegen einer Regierungskrise finden am 25. April statt. Sachsen-Anhalt wählt am 6. Juni seinen Landtag, Niedersachen hat Kommunalwahl am 12. September. Das Wahljahr 2021 gipfelt schließlich in der Bundestagswahl am 26. September. Nach vier Legislaturperioden und 16 Jahren an der politischen Spitze von Deutschland wird Kanzlerin Angela Merkel nicht mehr für den Posten kandidieren. Wer wohl ihr Nachfolger wird?

In den USA ist der Start ins neue Jahr wohl vor allem für Donald Trump besonders hart: Am 20. Januar wird der 46. Präsident der Vereinigten Staaten, Joe Biden (Demokratische Partei), in sein Amt eingeführt.

  • Mehr Geld durch Erhöhungen

Für viele bringt das neue Jahr einen volleren Geldbeutel mit sich. Der gesetzliche Mindestlohn stieg zum Jahreswechsel von 9,35 auf 9,50 Euro pro Stunde. Zum 1. Juli soll er dann noch einmal um weitere 10 Cent auf 9,60 Euro steigen.

Auch Eltern können sich freuen: Das Kindergeld steigt um 15 Euro pro Kind. Für das erste und zweite Kind bekommen Eltern damit 219 Euro (bisher: 204 Euro) pro Monat, für das dritte 225 Euro (bisher: 210 Euro). Ab dem vierten Kind werden es 250 Euro (bisher: 235 Euro). Außerdem werden die Regelsätze bei Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II angehoben: Alleinstehende erhalten ab diesem Jahr monatlich 14 Euro mehr – 446 Euro statt bislang 432 Euro. Für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren gibt es ein Plus von 45 Euro.

  • Tschüss Plastik und AKW

"Tschüss, Einwegplastik!", heißt es am 3. Juli 2021. In Deutschland und der gesamten Europäischen Union sind ab diesem Sommer Einwegprodukte aus Kunststoff verboten. Das betrifft Wattestäbchen, Plastikbesteck, Plastikteller, Strohhalme, To-go-Becher und Styroporverpackungen. Stündlich werden rund 320.000 Einweg-Becher in Deutschland verbraucht – davon bis zu 140.000 To-go-Becher, so das Bundesumweltministerium. Nicht selten lande das Einweg-Plastik dann in der Umwelt. Durch das Verbot soll Müll reduziert und die Umwelt geschont werden.

Nach der Abschaltung des Atomkraftwerks Philippsburg 2 am 31. Dezember 2019 sind in Deutschland aktuell noch sechs Atomkraftwerke am Netz. Bis zum 31. Dezember 2021 sollen die Kraftwerke Grohnde, Brokdorf und Gundremmingen C abgeschaltet und zurückgebaut werden. Bis Ende 2022 sollen auch die restlichen drei Atomkraftwerke (Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim 2) abgeschaltet werden.

  • Steuern: Kein Soli und mehr Freibeträge

Nach fast drei Jahrzehnten wird für sehr viele Arbeitnehmer der Solidaritätszuschlag entfallen. Denn die Freigrenze bei der Steuer, bis zu der kein Soli fällig ist, steigt deutlich, wie die Verbraucherzentrale erklärt. Während sie bei einem Single bisher bei 972 Euro lag, steigt sie dann auf 16.956 Euro. Bei Verheirateten klettert die jährliche Freigrenze von 1944 Euro auf 33.912 Euro zu zahlender Einkommensteuer.

Generell steigen Grund- und Kinderfreibeträge: Der Grundfreibetrag in der Einkommensteuer steigt 2021 für Ledige auf 9744 Euro – das ist ein Plus von 336 Euro (9408 Euro). Verheirateten stehen 19.488 Euro zu, 672 Euro mehr als bisher. Angehoben wird auch der steuerliche Kinderfreibetrag: von 7812 Euro auf 8388 Euro (je Kind für beide Elternteile).

Das neue Jahr bedeutet aber auch: zurück zur alten Mehrwertsteuer. Die auf das vergangene halbe Jahr (31. Juli bis 31. Dezember 2020) befristete Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent (beziehungsweise von 7 auf 5 Prozent) lief nun aus. Seit dem Neujahrstag ist wieder die übliche Steuer fällig. Mit der Maßnahme wollte die Bundesregierung den Konsum wieder ankurbeln und der durch Corona leidenden Wirtschaft unter die Arme greifen. Ausnahme auch im neuen Jahr bleibt die Gastronomie: Zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2021 wird die Mehrwertsteuer auf Speisen und Getränke in Restaurants von 5 auf 7 Prozent angehoben, erst ab 1. Juli 2021 werden dann wohl wieder die üblichen 19 Prozent Mehrwertsteuer für den Verzehr im Restaurant fällig.

  • Digitale Krankschreibung und Preiserhöhung beim Personalausweis

Egal, ob Corona oder etwas anderes, die Krankschreibung für Arbeitnehmer wird ab 2021 digital. Der "gelbe Schein" ist damit schon fast Geschichte. Die "eAU"– die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung – löst den Schein ab. Stimmt der Patient in der Arztpraxis zu, wird die Krankschreibung automatisch an die Krankenkassen übermittelt. Der Arbeitgeber kann den Schein dann einfach digital anfordern. Das Einreichen durch den Patienten beim Arbeitgeber oder der Krankenkasse entfällt. Bis zum 31. Dezember dieses Jahres müssen Ärzte übergangsweise auch noch Papier-Krankschreibungen ausstellen. Ab 2022 soll es dann nur noch die digitale Variante des "gelben Scheins" geben.

Auch der Personalausweis wird digitaler – und teurer. Bislang hatte man die Wahl, ob man auf seinem Personalausweis seine Fingerabdrücke speichern lassen wollte. Ab August 2021 wird das zur Pflicht. Gleichzeitig steigt der Preis von 28,80 auf 37 Euro.

  • Sport: Fußball-EM und Olympische Spiele

Normalerweise halten sich die Großveranstaltungen von Fußball und Olympia in ungeraden Jahren vornehm zurück: Doch während Corona ist alles anders. Eigentlich hätte die Fußball-Europameisterschaft bereits 2020 stattfinden sollen. Corona sorgte für Tränen bei Fußballfans, das Turnier fiel aus. 2021 soll die EM mit Austragungsorten in verschiedenen Ländern nun nachgeholt werden. Geplant ist das Turnier von 11. Juni bis 11. Juli. Auch die Olympischen Sommerspiele sind ein Corona-Opfer 2020. Deshalb sollen die Spiele nun in diesem Jahr stattfinden: von 27. Juli bis 8. August wie geplant in Tokio. Doch durch die nachgeholten Turniere wird es im Sommer eng im Sport-Terminkalender: Ebenfalls im Juli finden das Grand-Slam-Tennis-Turnier in Wimbledon (28. Juni bis 11. Juli), die Tour de France (2. Juli bis 25. Juli), die Fußball-EM der Frauen (7. Juli bis 1. August) und die Schwimm-Weltmeisterschaft (16. Juli bis 1. August) statt.

  • Kultur und Gesellschaft

Kam das kulturelle Leben 2020 fast vollständig zum Erliegen, tun sich dieses Jahr ein paar kleine Lichtblicke auf: Zwischen April und Oktober soll die Bundesgartenschau in Erfurt stattfinden. Im Mai der Eurovision-Song-Contest in den Niederlanden. Auf 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland will ein bundesweites Festjahr blicken. Eröffnet werden soll das Jubiläumsjahr mit einem Festakt am 21. Februar in Köln. Aber auch einige traurige Ereignisse jähren sich in diesem Jahr: 20. Jahrestag der Terroranschläge am 11. September in den USA, 10. Jahrestag der Anschläge in Norwegen, 10. Jahrestag der Nuklearkatastrophe in Fukushima. Außerdem hätte der Künstler Joseph Beuys seinen 100. Geburtstag gefeiert. Napoleon Bonaparte ist 2021 seit 200 Jahren tot. Am 10. Juni können Menschen in Nordamerika, Nordasien und Europa eine ringförmige Sonnenfinsternis erleben.

  • Tatort-Jahr

Ein besonders gutes Jahr könnte 2021 auch für alle Tatort-Fans werden. Nachdem der Sonntagabend-Krimi 2020 seinen 50. Geburtstag feierte, halten die Sendungsmacher einige Überraschungen im neuen Jahr bereit.

München: 30 Jahre sind die Münchner Ermittler Batic und Leitmayr (Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl) Anfang 2021 im Einsatz beim Münchner "Tatort". Ihr erster Fall war am 1. Januar 1991 zu sehen. Laut Bayerischem Rundfunk (BR) werden ihre drei Krimis fürs zweite Halbjahr 2021 erst im Frühjahr und Sommer gedreht. Der schon abgedrehte Fall "Kehraus", bei dem es wegen Corona zu Verzögerungen kam, soll für die Faschingszeit 2022 aufbewahrt werden.

Münster: Im Frühjahr wird im 39. "Tatort" mit Thiel und Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers) ein Toter im Moor gefunden. Schnell scheint klar, dass es die Leiche eines Gemüsebauern ist, der als Verfechter von freier Liebe auch Tantra-Seminare gab. Thiel bittet seinen "Vadder" (Claus D. Clausnitzer), sich undercover in der Kommune umzuhören. Der 40. Münster-"Tatort" seit dem Jahr 2002 ist für die zweite Jahreshälfte geplant.

Franken: Mitte März 2020 wurden die Dreharbeiten für den Film "Wo ist Mike?" coronabedingt unterbrochen. Damit die Anschlüsse jahreszeitlich funktionieren, wurden die fehlenden zehn Drehtage erst im November in Bamberg und Umgebung nachgeholt. In dem Krimi geht es um einen verschwundenen Fünfjährigen. Drei Tage lang dachten seine getrennt lebenden Eltern, dass ihr Sohn beim anderen ist. Nun verdächtigt die Mutter den Vater und der Vater die Mutter. Es ist der siebte Franken-"Tatort" mit Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs.

  • Filmstarts: Jahr der Fortsetzungen

Vorausgesetzt Corona verschiebt nicht wieder viele Filmstarts, wird es ein gutes Kino-Jahr – vor allem für alle, die Fortsetzungen lieben. Alle Horror-Fans können sich auf "A Quiet Place 2" (22. April), "Conjuring 3: Im Bann des Teufels" (3. Juni) und den voraussichtlich letzten Teil der Purge-Reihe "The Forever Purge" (8. Juli) freuen. Vier Jahre nach dem bisher letzten Film aus der "Saw"-Reihe soll 2021 "Saw: Spiral" erscheinen. Auch Action-Freunde kommen 2021 filmisch auf ihre Kosten: Tom Cruise setzt seine Abenteuer als Ethan Hunt in "Mission Impossible 7" (US-Start: 18. November) fort und auch Daniel Craig als James Bond wird in "Keine Zeit zu sterben" ab 2. April wieder in Action-Szenen zu sehen sein. Tom Hardy als Antiheld "Venom" soll im zweiten Teil ab 25. Juni über die Leinwände flimmern. Für alle Auto-Fans geht auch die "Fast & Furious"-Reihe weiter: Teil 9 ab 28. Mai im Kino. Etwas seichter kommen die "Minions 2" (1. Juli) und die Realverfilmung von "Cruella" (27. Mai) daher. Der erwartete zweite Teil von James Camerons "Avatar" wurde auf Dezember 2022 verschoben.

  • Neues bei Netflix

Nichts haben wir im vergangenen Jahr vermutlich mehr gemacht: daheim sein. Und was tut man am besten, wenn alle Fenster geputzt und die letzten Krümel aus dem Sofa gesaugt sind? Netflix schauen. Auch 2021 gibt es bei dem Streaming-Dienst wieder viel Film-Futter, um das Daheimbleiben etwas angenehmer zu gestalten. Gleich bei zwei besonders gehypten Serien stehen neue Staffeln in den Startlöchern: "Stranger Things" Staffel 4 und "Haus des Geldes" Staffel 5. Die Comedy-Serien "How to sell Drugs online (fast)" und "Sex-Education" gehen jeweils in die dritte Staffel. Die Teen-Drama-Serie "Riverdale" startet 2021 sogar schon in die fünfte Staffel und bei Überraschungserfolg "The Witcher" legt Netflix die zweite Staffel drauf. Eine Miniserie um Serienmörder Jeffrey Dahmer "Monster: The Jeffrey Dahmer Story" dürfte besonders True-Crime-Fans gefallen.

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