Meinung: Ran an den Geldbeutel

Die Debatte über die Impfpflicht ist wirklich nicht mit heißer Nadel gestrickt, sie gibt es schon länger. Klar ist: Eine Impfpflicht wird nicht kommen. Frank Werner plädiert für andere Maßnahmen.

Geht doch: Arzt Dieter Rührig (links) impft einen Fan vom 1. FC Nürnberg vor dem Spiel gegen Erzgebirge Aue.
von Frank Werner Kontakt Profil
Kommentar

Da mögen die Corona-Leugner und Schwurbler noch sooft das Wort Impfpflicht in den Mund nehmen: Diese wird nicht kommen. Wohl aber darf und muss unsolidarisches Handeln mit Sanktionen belegt werden. Denn die gesamte Gesellschaft wird einen hohen Preis bezahlen, sollte es im Herbst zur vierten Corona-Welle kommen. Wer sich also nicht impfen lassen möchte, muss zumindest die Schnelltests aus der eigenen Tasche bezahlen. Für die damit verbundenen kleinen Freiheiten auch noch Steuergelder verschwenden - damit muss endlich Schluss sein.

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München
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Kommentare

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Martin Pfeifer

Schon jetzt zeigen erste Ausbrüche, das die drei G (geimpft, genesen, getestet) nicht gleichwertig sind. Corona-Ausbrüche auf verschiedenen Abschlussfahrten von Abiturjahrgängen oder auch unter Disco-Besuchern in den Niederlanden zeigen, das negativ getestet bei weitem nicht die Sicherheit von vollständig geimpft bietet. Gerade der Antikörper-Schnelltest täuscht hier eine Sicherheit vor, die er eigentlich nicht bietet.

Es wird die Zeit kommen, zu der unsere Politiker dies erkennen. Vermutlich aber erst, wenn die Corona-Fallzahlen schon wieder so hoch sind, das Schulen und einiges andere geschlossen sind. Es wäre besser, schon jetzt klar zu kommunizieren, das die Zeit der Gratis-Schnelltests für jedermann zu Ende geht. Nur dazu hat wohl in Anbetracht der bevorstehenden Bundestagwahl kein Politiker den Mut.

Jeder sollte den Mut aufbringen, sich gegen Corona impfen zu lassen. Auch wenn er kein Risiko für eine schweren Krankheitsverlauf hat. Denn die Folgen einer vierten Corona-Welle für unsere Gesellschaft werden hoch sein. Vor allem für unsere Kinder. Sie werden dann den dritten Lockdown mit "Schule daheim" erleben. Und auch die Gastronomie wird wohl wieder schließen müssen.

28.07.2021