Meinung: Metzelders Schuld und überflüssige Tränen

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Der ehemalige Fußballprofi Christoph Metzelder ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden Seine Tränen vor Gericht kann er sich sparen, meint Frank Werner.

Christoph Metzelder (Mitte), ehemaliger Fußball-Nationalspieler, auf dem Weg zum Gericht an.
von Frank Werner Kontakt Profil
Kommentar

Fälle wie der von Christoph Metzelder gehören zum bitteren Alltag der Justiz. Von der Verbreitung, dem Erwerb und dem Besitz kinderpornografischer Inhalte nimmt die Öffentlichkeit allerdings sonst kaum Notiz. Jetzt die schockierenden Details über das scheinbare Doppelleben des einstigen Fußballidols.

Neben dem Straftatbestand an sich ist besonders perfide, dass Metzelder 2006 eine Stiftung für benachteiligte Kinder gründete und sich als "Schutzengel" in einem Verein für missbrauchte Kinder engagierte. Unsäglich auch die Rolle seiner Anwälte, die im Vorfeld des Prozesses alles versuchten, um eine Berichterstattung zu verhindern.

Es bleiben in jeder Hinsicht verstörende Eindrücke. Metzelder kann sich seine Selbstmitleids-Tränen angesichts des Leides der betroffenen Kinder sparen.

Bewährungsstrafe für Christoph Metzelder

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