Meinung zum Weltkulturerbe: Die Nordoberpfalz wird gekonnt ignoriert

So, nun ist also auch der Donaulimes Weltkulturerbe. Wie Regensburg, Bamberg, Bayreuth und das tschechische Bäder-Dreieck. Und was ist mit der Nordoberpfalz? Die wird von der Unesco offenbar gekonnt ignoriert. Eine Glosse von Julian Trager.

"Römische Grenzverteidigung an der oberen Donau": Ein Schild auf dem Gelände des Römerkastells Abusina an der Donau weist auf den Donaulimes hin.
von Julian Trager Kontakt Profil

Limes? Viele jüngere Menschen und Menschen, die in Geschichte nicht aufgepasst haben, kennen diesen Donaulimes doch gar nicht. Gerade für die Jüngeren ist Limes vor allem ein alkoholisches Getränk – Herr Barkeeper, einen Erdbeer-Limes, bitte! Und nicht mal bei Asterix und Obelix spielt der Donaulimes eine große Rolle. Aber nun hat die Unesco entschieden, die römische Militärgrenze zum Weltkulturerbe zu erheben. Vielleicht hilft es ja, den Limes zurück in den Fokus zu rücken. Vor allem soll es aber helfen, die Region aufzuwerten, durch die der Limes lief.

Und da landet man jetzt im Süden der Oberpfalz, in Niederbayern, und selbst in Österreich darf man sich freuen. Aber hey, was ist mit der Nordoberpfalz? Die wird von der Unesco gekonnt ignoriert. Die Altstadt Regensburg ist schon Weltkulturerbe, die Altstadt von Bamberg auch, das Opernhaus in Bayreuth natürlich auch. Und vor ein paar Tagen ist das tschechische Bäder-Dreieck im Osten der Nordoberpfalz ausgezeichnet worden. Was haben wir der Unesco nur getan?

Donaulimes ist Weltkulturerbe

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