Kommentar zum Streit von Harry und William: Was für ein königliches Schauspiel!

Zu Ehren von Lady Diana wird am Donnerstag im Kensington Gardens ein Denkmal enthüllt. Doch alle Welt interessiert nur der Zwist zwischen Prinz Harry und Prinz William. Das königliche Porzellan ist für immer kaputt, meint Josef Maier.

Der britische Prinz William (links) und Prinz Harry vor dem Denkmal ihrer Mutter.
von Josef Maier Kontakt Profil
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Die Welt weinte. Es war ein Drama, das Millionen Menschen rund um den Globus rührte. Lady Diana - die strahlend schöne Prinzessin - stirbt in der letzten August-Nacht des Jahres 1997 in einem dunklen Tunnel von Paris. Für viele war sie die berühmteste Frau ihrer Zeit, die bewunderteste ohnehin. "Candle in the wind", Elton Johns Abschiedssong lebt weiter.

Zwei kleine Prinzen, Schlösser, Krönchen, Diamanten, Gala-Dinners, in ihrem Leben war vieles märchenhaft - vom Ehemann mal abgesehen. In dieser Märchenwelt geht es auch viel um Träume, und deswegen hofften viele, dass ihre beiden zerstrittenen Söhne an dem Tag, an dem zu Ehren ihres 60. Geburtstags eine Statue im Kensington Gardens enthüllt wird, wieder zueinander finden würden.

Das Kunstwerk interessierte an diesem Tag nur am Rande. Wie gehen die Brüder William und Harry miteinander um? Sie werden doch nicht aufein-ander losgehen. Damit alles unter Kontrolle bleibt, wurde die Live-Übertragung kurz vorher abgesagt. Spätere Bilder zeigen zwei Menschen, die krampfhaft locker miteinander umgehen. William konnte seinem Bruder nie richtig in die Augen schauen.

Nein, da ist fast alles königliche Porzellan zwischen den beiden zerschlagen. Der Rachefeldzug von Harry hat wüste Spuren hinterlassen. Diskriminierung, Rassismus, herzlose Erziehung, Neid, das alles Familien-Mitgliedern vorzuwerfen, birgt schon höchste Explosionsgefahr, wenn man es hinter dicken Schlossmauern täte. Die Anschuldigungen weltweit über die Talkmasterin Oprah Winfrey und ihren Sender hinauszuposaunen, für so ein Verhalten gibt es noch keine Beschreibung. Harry und Meghan haben entdeckt, dass man aus Schmutz und Dreck doch Gold machen kann. Streamingdienste wie Netflix und Spotify locken beide mit millionenschweren Verträgen für Dokus und Serien. Am liebsten hätten die Möchtegern-Royals natürlich weiterhin auch alle königlichen Rechte und null Pflichten. Da sagt aber die strenge Oma "No". Krönchen und Glitzer zu Hofe gibts nie mehr, jetzt müssen sie sich halt mit dicken Dollar-Bündeln begnügen.

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