Faktencheck: Ist die Corona-Impfung ansteckend?

Impfskeptiker fürchten, dass die Impfstoffe gegen das Coronavirus selbst übertragbar sind – und meiden deshalb Kontakt zu Geimpften. Doch was bringt diese Menschen zu ihrer Annahme? Was ist dran? Ein Faktencheck.

Im Jahr 2014 hatte Trump einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus bei Kindern hergestellt - ein bei Impfgegnern verbreiteter Irrglaube.
von Julian Seiferth Kontakt Profil

Die Corona-Impfung hat in den vergangenen Monaten für Verunsicherung gesorgt. Unter Impfskeptikern kursiert nun die Angst, bereits Geimpfte könnten das Spike-Protein des Coronavirus ausstoßen und zum Beispiel über Hautkontakt oder Husten an Personen, die nicht gegen Corona geimpft sind, weitergeben. Bei denen würde das Spike-Protein dann eine Reihe von Symptomen verursachen, unter anderem berichten Impfskeptiker von Kopfschmerzen, Übelkeit oder Ausschlag. Dieses Phänomen nennen sie "Impfstoff-Shedding", abgeleitet vom englischen Wort für "abwerfen".

Für “Impfstoff-Shedding” gebe es keine wissenschaftlichen Beweise, wie der Bayerischen Rundfunk in seiner Rubrik Faktenfuchs erklärt. Laut der Falschbehauptung, die besonders im Messenger-Dienst Telegramm kursiert, produzieren Geimpfte nach der Corona-Impfung “virale Spike-Proteine”, die diese dann über Hautkontakt, Ausatmen oder Husten an Ungeimpfte weitergeben sollen.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erklärt dazu: “Dieses Gerücht, wie so viele andere Gerüchte zu den COVID-19-Impfstoffen, entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage.”

faktencheck beim BR zum Thema Shedding

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