Corona: Das gilt in Bayern

Die Corona-Inzidenzen liegen zwar noch auf niedrigem Niveau - doch sie steigen und steigen wieder. Vor diesem Hintergrund hat das Kabinett einige Weichen für die kommenden Monate gestellt.

Kneipen und Bars dürfen im Freistaat unter den gleichen Voraussetzungen öffnen wie Restaurants.
von Agentur DPAProfil

Kneipen und Bars dürfen im Freistaat unter den gleichen Voraussetzungen öffnen wie Restaurants - weitergehende Einschränkungen wie ein zeitlich begrenztes Alkoholausschankverbot gibt es aber nicht. Das hat das Kabinett am Dienstag in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause beschlossen.

Es verlängerte die Gültigkeit der bayerischen Corona-Verordnung bis 25. August, stellte mit einigen Entscheidungen aber auch schon erste Weichen für den Herbst. So wird an den Schulen nach den Sommerferien für einige Zeit eine Maskenpflicht auch am Platz gelten. Die Beschlüsse im Überblick:

Bars und Kneipen

Bars und Kneipen dürfen dauerhaft wieder öffnen. Allerdings muss in reinen Schankwirtschaften, wie auch in Restaurants, die Bedienung am Tisch erfolgen - Theke und Tresen sind tabu. Mit der Entscheidung reagierte das Kabinett auf ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, der die Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften am Freitag gekippt hatte. Auf weitergehende Einschränkungen, etwa eine gesonderte Sperrstunde oder ein Alkoholausschankverbot ab einer bestimmten Uhrzeit, wie sie das Gericht als Möglichkeit angedeutet hatte, verzichtete das Kabinett.

Maskenpflicht für Bedienungen

In Bayerns Gastronomie bleibt es bei der Maskenpflicht für Bedienungen auch im Freien. Geregelt wird dies - eine Reaktion auf einen Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs - ab sofort wieder in der bayerischen Corona-Verordnung selbst und nicht mehr nur in Rahmenkonzepten. Damit soll ausgeschlossen werden, dass es in Einzelfällen Hygienekonzepte geben könnte, in denen keine Maskenpflicht für das Personal im Außenbereich gilt. Auch für Kunst und Kultur werden wichtige Vorgaben aus den Rahmenkonzepten nun wieder unmittelbar in der Corona-Verordnung selbst geregelt.

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Hochschulen

Die Corona-Regeln an bayerischen Hochschulen werden etwas gelockert: Von Mittwoch an sind Präsenzveranstaltungen auch dann möglich, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht zwischen allen Studierenden durchgängig eingehalten werden kann. Voraussetzung ist aber, dass die Sieben-Tage-Inzidenz bei maximal 100 liegt.

Testpflicht in Heimen

Vom 16. August an gilt in Altenheimen sowie in vollstationären Einrichtungen der Pflege und für Menschen mit Behinderung eine inzidenzunabhängige Testpflicht für Besucher und Personal - ausgenommen sind vollständig Geimpfte und Genesene. Für das Personal gilt dabei eine Testpflicht zwei Mal pro Woche. Auch Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen werden verpflichtet, ein Testkonzept mit zwei Test pro Woche für Beschäftigte vorzusehen.

Maskenpflicht nach den Sommerferien

In den ersten Unterrichtswochen nach dem Schulstart wird an den bayerischen Schulen unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz eine Maskenpflicht auch am Platz gelten.

Impfangebot für Schüler

Alle Schülerinnen und Schülern ab 12 Jahren sollen von den Impfzentren ab Mitte August ein Impfangebot bekommen. Kultus- und Gesundheitsministerium sollen dies organisieren.

Impfzentren

Die Impfzentren sollen mit angepasster Kapazität und Fokus auf mobilen Impfteams bis mindestens April 2022 erhalten bleiben - auch um Auffrischungsimpfungen etwa für Ältere zu gewährleisten.

Testkonzept für Kitas

Umfassende Tests sollen den Kita-Betrieb auch nach den Sommerferien sicherstellen. Eltern sollen deshalb auch weiterhin Antigen-Selbsttests für ihre Kinder mit Berechtigungsschein in den Apotheken beziehen können. Auch alle Kita-Beschäftigten sollen demnach weiterhin zwei Antigen-Selbsttests pro Woche erhalten.

Mehr Geld für Schulbusse

Auch zum Start des neuen Schuljahrs übernimmt der Freistaat Kosten für zusätzliche Verstärker-Schulbusse, um mögliche Ansteckungsgefahren zu reduzieren.

Ein paar Einschränkungen bleiben

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