Ab nächster Woche: Mehr Kontakte möglich und Perspektive für Händler

Bund und Länder haben sich geeinigt: Ab nächster Woche sind wieder mehr Kontakte erlaubt. Eine Notbremse gibt es allerdings auch. Weitere Öffnungsschritte, etwa für den Einzelhandel, sind angedacht.

Der Lockdown in Deutschland wird bis 28. März fortgesetzt, erste Lockerungen gibt es aber schon ab nächster Woche.
von Florian Bindl Kontakt Profil

Ab Montag, 8. März, sollen in Deutschland die Kontaktbeschränkungen gelockert werden. Das gilt zumindest für Gebiete mit einer 7-Tages-Inzidenz unter 100. So entschieden Bund und Länder am Mittwoch gemeinsam. Der Lockdown wird zwar bis 28. März verlängert, schon ab kommender Woche erfolgen aber erste Öffnungsschritte. Konkret bedeutet das: Treffen von bis zu fünf Personen aus maximal zwei Haushalten sind wieder möglich. Liegt die 7-Tages-Inzidenz in einem Landkreis allerdings drei Tage lang über dem Wert 100, so gelten wieder die strengeren und aktuell gültigen Beschränkungen. Also: Ein Haushalt darf maximal eine weitere Person treffen. Von beiden Beschränkungen ausgenommen sind Kinder bis 14 Jahre.

Handel darf je nach Inzidenz öffnen

Grundsätzlich öffnen dürfen ab 8. März Buchhandlungen, Blumenläden und Gartenmärkte, jeweils mit begrenzter Kundenzahl. Weitere Lockerungen im Bereich des Einzelhandels sind an die Inzidenzwerte vor Ort gekoppelt. Liegen diese stabil unter 50, so dürfen alle Geschäfte wieder öffnen, allerdings mit Kundenbegrenzung. Erlaubt ist ein Kunde pro 10 Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und ein weiterer Kunde für jede weiteren 20 Quadratmeter. Ebenso dürfen Museen, Galerien, Zoos sowie botanische Gärten für eine begrenzte Anzahl von Besuchern aufmachen. Im Außenbereich ist kontaktfreier Sport in Kleingruppen von bis zu zehn Personen erlaubt.

Aber auch schon bei einer 7-Tages-Inzidenz, die stabil unter dem Wert 100 liegt, wird es erste Lockerungen geben. Einzelhändler dürfen dann zwar öffnen, Kunden aber nur mit vereinbartem Termin einkaufen. Auch Museums- oder Zoobesuche sind nur nach vorheriger Terminbuchung möglich. Ist die Inzidenz über zwei Wochen stabil unter 50, so sind weitere Öffnungsschritte geplant, etwa für die Außengastronomie, Theater und Kinos. Liegt die Inzidenz stabil über 14 Tage unter der 7-Tages-Inzidenz von 100 aber über 50, so ist Außengastronomie nach vorheriger Terminbuchung möglich. Kultureinrichtungen können nur mit tagesaktuellem Schnelltest besucht werden.

Impfen beim Hausarzt

Neuerungen gibt es zudem beim Thema Impfen. Ab Ostern sollen auch Hausärzte verstärkt Impfstoffe gegen das Coronavirus verabreichen dürfen. Zwischen Erst- und Zweitimpfung soll maximaler zeitlicher Abstand sein, um möglichst viele Menschen zum ersten Mal impfen zu können. Bei der Vakzine des Herstellers Astrazeneca sollen die Länder die Impfreihenfolge flexibler gestalten können. Daneben ist vorgesehen, dass bald Corona-Selbsttests auf breiter Front verfügbar sind. Sie sollen dann frei in Apotheken, anderen Geschäften und im Internet erhältlich sein. Impfungen und Tests seien "die Helfer, die unsere Öffnungsstrategie begleiten", sagte Kanzlerin Angela Merkel am späten Mittwochabend.

Die aktuellen Corona-Zahlen in der Oberpfalz

Weiden in der Oberpfalz

Wohin die Corona-Welle derzeit schwappt

Amberg
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.