29.07.2021 - 02:09 Uhr
Deutschland & Welt

„Blutkünstler“ Nitsch gibt Debüt bei Bayreuther Festspielen

Der Aktionskünstler Hermann Nitsch sitzt vor dem Festspielhaus. Foto: Daniel Karmann/dpa
von Agentur DPAProfil

Bayreuth (dpa) - Der als „Blutkünstler“ bekannt gewordene Maler Hermann Nitsch (82) gibt am heutigen Nachmittag (16.00 Uhr) sein Debüt bei den Bayreuther Richard-Wagner-Festspielen. Er illustriert eine konzertante Aufführung der „Walküre“ und verspricht einen „Farbrausch“. „Ich habe gar nicht gewusst, wie sehr meine Malaktion in die Klänge des „Ringes“ hineinpasst“, sagte er vorab im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Die „Walküre“ ist der zweite Teil von Wagners vierteiliger Oper „Der Ring des Nibelungen“. Dass eine „Walküre“ allein ohne die anderen drei Teile auf dem Bayreuther Spielplan steht, ist höchst ungewöhnlich und der Corona-Pandemie geschuldet.

Eigentlich sollte eine komplette neue „Ring“-Produktion von Regisseur Valentin Schwarz 2020 schon Premiere feiern. Weil die Festspiele ausfielen, wurde daraus aber nichts. 2022 soll die Premiere nachgeholt werden.

Musikalisch gibt aber auch die diesjährige „Walküre“ schon einen Vorgeschmack auf das, was da kommen soll. Am Pult steht nämlich Pietari Inkinen, der Dirigent des neuen „Rings“.

Nur wenige Tage vor der Premiere der Nitsch-„Walküre“ hatten die Festspiele nach einem neuen Sänger für die Rolle von Göttervater Wotan suchen müssen. Tomasz Konieczny wird die Partie übernehmen. Er springt für Günther Groissböck ein, der erst am Samstagvormittag mit dem Hinweis abgesagt hatte, er könne wegen der langen Corona-Pause nicht beste Qualität garantieren.

© dpa-infocom, dpa:210728-99-583707/2

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