09.07.2020 - 14:26 Uhr
BayernDeutschland & Welt

Zöllner stellen 5300 Kilo Wasserpfeifentabak sicher

Zöllner haben im Berchtesgadener Land geschmuggelten Wasserpfeifentabak entdeckt. Die Ware war unter Paprikasoße versteckt.

Der Hinweis „Zoll“ im Rückspiegel ist häufig die Vorstufe zu einer Kontrolle.
von Agentur DPAProfil

Knapp 5300 Kilogramm geschmuggelten Wasserpfeifentabak haben Zöllner bei der Abfertigung eines türkischen Lasters im Berchtesgadener Land entdeckt. Der verhinderte Steuerschaden bei dieser „senstationellen Menge“ belaufe sich auf etwa 126 000 Euro Tabaksteuer, teilte das Hauptzollamt Rosenheim am Donnerstag mit. Der Laster hatte bei der Abfertigung im Zollamt Bad Reichenhall vermeintlich vorrangig Zitronen- und Paprikasoße geladen, wie eine Sprecherin sagte. Doch diese waren nur Tarnung - unter der obersten Kartonschicht befanden sich lauter Kartons mit eingeschweißten Beuteln mit Wasserpfeifentabak.

„Nach dem Durchzählen sämtlicher Ein-Kilogramm-Beutel und -Dosen stand das beeindruckende Endergebnis fest: Insgesamt 5267 Kilogramm geschmuggelten unversteuerten Wasserpfeifentabak konnten die Zollbeamten sicherstellen“, hieß es in der Mitteilung. Zudem fanden die Zöllner noch 167 Packungen eines Marken-Waschmittels, das ausschließlich für den türkischen Markt produziert worden war und somit illegal in die Europäische Union eingeführt wurde. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Tabaksteuerhinterziehung eingeleitet. Zusätzlich wird er sich für den sogenannten Parallelimport verantworten müssen.

Den Fund hatten die Zöllner Ende Mai gemacht, wegen der Ermittlung der kriminellen Strukturen aber erst nun bekanntgegeben.

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