10.08.2020 - 12:58 Uhr
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Söder: Entscheidung über Maskenpflicht im Unterricht am 1. September

Die Entscheidung, ob Schüler in Bayern auch während des Unterrichts Masken tragen müssen, soll erst eine Woche vor Schulstart gefällt werden. Gleichzeitig warnte Ministerpräsident Söder, Corona sei viel heimtückischer als gedacht.

Müssen Schüler in Bayern nun auch im Unterricht Masken tragen? Das entscheidet sich am 1. September, eine Woche vor Schulstart.
von Agentur DPAProfil

Nürnberg. Die bayerische Staatsregierung will kurz vor dem Ende der Sommerferien über eine mögliche Maskenpflicht auch im Schulunterricht entscheiden. Als Termin nannte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag die Kabinettssitzung am 1. September – die Schule startet eine Woche später, am 8. September. Dann wolle er unter anderem mit Lehrervertretern sprechen, sagte er nach einer Videokonferenz des Kabinetts am Montag in Nürnberg. Wichtig seien die ersten zwei Wochen als Startphase mit klaren Regeln. Jede Schule müsse wissen, wie bei einem Infektionsfall zu handeln sei.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hatte zuletzt einen Vier-Stufen-Plan vorgelegt, nach dem jedenfalls bis zum Platz im Klassenzimmer eine Maskenpflicht gelten soll, auch in Grundschulen. Bei hohen Infektionszahlen soll es eine Maskenpflicht auch im Unterricht geben. Fraglich ist aber, ob eine generelle Maskenpflicht auch im Unterricht droht – Nordrhein-Westfalen hat dies für weiterführende Schulen so entschieden.

Grundsätzlich sprach Söder eine eindringliche Warnung an die Bevölkerung aus. "Corona wird jeden Tag gefährlicher", sagte Bayerns Ministerpräsident. Corona sei in ganz Europa auf dem Vormarsch. Zugleich nähmen Leichtsinn und Unvernunft zu, wie Söder es formulierte. Daher müssten die Menschen zu der Vorsicht zurückkehren, die in den vergangenen Wochen ein guter Schutz gewesen sei.

Immer mehr Infizierte klagten auch nach Monaten noch über Spätfolgen wie fehlenden Geruchssinn. Das zeige, dass Corona viel heimtückischer und gefährlicher sei als bislang angenommen. Daher müsse mit Umsicht reagiert werden, sagte der CSU-Chef.

Das größte Corona-Infektionsrisiko steckt nach Ansicht von Söder im privaten Bereich. Die Gefahr gehe weniger von Betrieben aus oder vom öffentlichen Nahverkehr. "Die eigentliche Gefahr ist der Leichtsinn bei privaten Veranstaltungen." Daher müsse man auch dort ansetzen, wenn es Probleme gibt. "Corona macht keine Ferien, Corona macht keine Pause", so Söder. "Wir nehmen Corona weiter absolut ernst. Bayern ist weiter absolut wachsam."

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