02.12.2020 - 18:06 Uhr
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Kommentar: Ein Herz für alle Tiere

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Der Fischotter ist das Tier des Jahres 2021. Während sich Umweltschützer sorgen, ist er vielen Teichwirten ein Dorn im Auge. Ein Herz für alle Tiere hat Kathrin Moch in ihrem Kommentar.

Umstrittene Otter: Während sie die einen beschützen wollen, ärgern sich besonders Teichwirte über die räuberischen Attacken der Fischotter.
von Kathrin Moch Kontakt Profil
Kommentar

Hält jemand einen Karpfen in die Luft, halten sich die "Oh, wie süß"-Rufe eher in Grenzen. Anders bei einem Otter. So ein glitschiger Fisch löst in uns Menschen einfach nicht die dieselben Gefühle aus, wie ein Tier mit großen Kulleraugen. Trotz seines räuberischen Images hat es der Fischotter deshalb leicht Sympathie zu wecken. Beschäftigt man sich aber mit dem Konflikt zwischen Naturschützern und Teichwirten wird klar: Auch die Fische haben Beachtung verdient.

Zwar sind sie für die Teichwirte vor allem eine Kapitalanlage und die Wirte regen sich sicher nicht wegen ihrer Tierliebe über den Otter auf, einen Schutz haben aber alle Tiere verdient. Auf dem Speiseplan des Otters stehen neben Fischen auch Enten, Vögel und Insekten. Wenn die Otter sich also zu stark vermehren, sollte der Mensch eingreifen. Die Tiervielfalt und auch die Teichwirtschaft als Infrastruktur darf nicht dem Schutz eines einzelnen Tieres zum Opfer fallen. Trotzdem kann man auch den Otter nicht einfach zum Abschuss freigeben (Denn: Oh, wie süß!). Es liegt jetzt an den Menschen eine Lösung für eine friedliche Co-Existenz der Tiere zu finden, anstatt sich vor Gericht zu streiten.

Das sagen Teichwirte aus Tirschenreuth zum Tier des Jahres 2021

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