07.09.2020 - 17:41 Uhr
BayernDeutschland & Welt

Gutes Schul-Gelingen ist eine Gemeinschaftsaufgabe

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Die Politik leistet an allen Fronten Corona-Krisenmanagement. Nicht alles läuft rund, auch nicht an den Schulen. Jürgen Herda kommentiert den Kraftakt zum Schulanfang.

"Herzlich Willkommen" zum aufregenden ersten Schultag.
von Jürgen Herda Kontakt Profil
Kommentar

Junge Menschen, heißt es, sind unsere wichtigste Ressource. Dass um ihre bestmögliche Ausbildung gerungen wird, ist deshalb richtig. Die Binsenweisheit, dass, was gut ist, noch besser sein könnte, stimmt fast immer.

Alle Betroffenen formulieren vor dem aufregenden ersten Schultag ihre Sorgen: Eltern bemängeln, dass vielerorts Schulmensen geschlossen bleiben - die Vereinbarkeit von Schule und Beruf hat in den vergangenen Corona-Monaten stark gelitten. Lehrerverbände kritisieren, dass der große konzeptionelle Wurf fehlt, sich Lehrer im App-Wirrwarr zurecht finden müssten. Die Opposition beklagt, dass schnelles Internet und digitale Ausrüstung nicht überall Standard sind.

Kenia schließt die Schulen

Die Oberpfälzer Schulen sind gerüstet für den ersten Schultag.

Weiden in der Oberpfalz

Man sollte aber fair bleiben: Die Politik leistet an allen Fronten ein Krisenmanagement, das nicht immer reibungslos funktioniert - sich aber im internationalen Vergleich sehen lässt. Man muss nicht nach Kenia blicken, das seine Schulen für ein Jahr zusperrt. Auch die Nachbarländer haben keine Patentrezepte für die Quadratur des Kreises: Sicherheit für Schüler und Lehrer bei gleichzeitiger Freude am Unterricht.

Umso besser, wenn jetzt nachjustiert wird: Professionelle Unterstützung bei der Beantragung von Fördergeldern; Pauschalen statt Europa-weit ausgeschriebene Laptops; ein digitales Konzept, das Schüler in den Mittelpunkt stellt, nicht die Technik. Der Staat liefert den Rahmen. Das gute Gelingen ist Gemeinschaftsaufgabe.

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