26.08.2020 - 16:22 Uhr
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Generation Corona nicht auf verlorenem Posten

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Die Befürchtungen waren groß: Gerät die Ausbildung in Zeiten von Corona zum Desaster? Jetzt geben IHK und Handwerkskammer vorsichtig Entwarnung. Jürgen Herda kommentiert die Situation für Lehrlinge.

Der Bedarf an Nachwuchs ist nach wie vor groß, wie hier bei der Baumann GmbH in Amberg.
von Jürgen Herda Kontakt Profil
Kommentar

Es ist nur ein Zwischenbericht: Stand jetzt wirkt sich die Pandemie am Ausbildungsmarkt nicht so schlimm aus wie zunächst befürchtet. Bundesweit könnten zehn Prozent weniger Lehrstellen angeboten werden. IHK und Handwerkskammer gehen allerdings davon aus: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. In der Nachvermittlung steckt noch Aufholpotenzial.

Klar ist aber auch, in manchen Branchen wird es eine „Ausbildungsgeneration Corona“ geben. Das Beispiel einer jungen Drogerie-Azubine zeigt: Im Krisenmodus lässt sich das Bekenntnis zum Vorrang der Ausbildung nur bedingt aufrechterhalten. Vor leeren Regalen und zwischen nörgelnden Kunden müssen Lehrlinge erst schuften, bevor sie lernen dürfen. Solange das nicht zum Regelfall wird, lässt sich das verkraften.

Der Lehrling bleibt König

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Die meisten Betriebe wissen allerdings genau: Auch Corona wird am gravierenden Fachkräftemangel nichts verändern. Neben den Kunden sind deshalb auf Sicht auch die Lehrlinge König im Unternehmen. Deshalb müssen diese trotz aller Handicaps kreativ werden, um den Nachwuchs an sich zu binden.

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