13.07.2021 - 13:42 Uhr
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Corona: Söder will mehr Freiheiten für Geimpfte

Markus Söder will die Impfkampagne neu ankurbeln. Das erklärte der Bayerische Ministerpräsident bei einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung am Dienstagnachmittag. Helfen sollen Freiheitsangebote – und jüngere Werbegesichter.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Sven Hoppe/dpa
von Julian Seiferth Kontakt Profil

Nachdem die Impfkampagne in Bayern in den vergangenen Wochen an Tempo verloren hatte, stellte Ministerpräsident Markus Söder am Dienstagnachmittag das bayerische Konzept vor. Geimpfte sollen mehr Freiheiten bekommen, beispielsweise bei Sport- und Kulturveranstaltungen. Söder denkt auch über das Ende öffentlicher Testangebote nach.

Vorbild sei hier Frankreich, wo die Einstellung staatlich finanzierter Covid-Tests die Impfbereitschaft spürbar erhöht habe. "Wenn alle ein Importangebot bekommen haben, muss man darüber nachdenken, ob der Staat diese kostenlosen Tests noch anbieten kann." Die Pandemie sei auch hier keine private Sache, sondern eine gesellschaftliche. "Wenn ich vom Berg falle, ist das mein Risiko. Bei Corona geht es auch um die Gesundheit anderer."

Die Impfangebote sollen laut Söder attraktiver werden, sowohl durch jüngere Werbegesichter als auch niedrigschwellige Angebote. Mögliche Impforte schweben Söder einige vor: Vereine, Jugendzentren, Sportveranstaltungen, Wirtshäuser, Hotels, Fast-Food-Restaurants – es gelte, den Sommer zu nutzen und eine weitere Welle im Herbst zu verhindern.

Den Beschluss der Bundesregierung zu Sportveranstaltungen übernimmt der Freistaat zu großen Teilen. Nur das Alkoholverbot im Stadion soll fallen. Außerdem will Söder die Sport-Regeln auch auf den Kulturbereich ausweiten. "Wir wollen da eine Gleichbehandlung." Geimpfte und Genesen sollen für beide Branchen nicht zu den vorgegebenen Besucherlimits gezählt werden – auch das sei laut Söder ein Weg, Impfungen attraktiv zu machen.

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