17.01.2020 - 13:41 Uhr
AmbergDeutschland & Welt

Der Schlüssel zum nächsten Raum

Von Anfang an wurde mit der Umwandlung von der Garagenhalle für Feuerwehrfahrzeuge zu einem Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Die Stadtgalerie gibt es nun schon zehn Jahre.

Zur Jubiläumsausstellung zeigten (von links) die Künstler Paul Schinner, Bernhard Dagner – Kuratorin Michaela Grammer, Bürgermeister Martin Preuss, Georg Thurner/Sparda-Bank – Franz Weidinger, Jörg Schemmann Willi Koch ihre Arbeiten. Das Motto „Zehn aus Zehn“ steht auch für 10 Jahre Stadtgalerie. Bild: Wolfgang Steinbacher
von Marielouise ScharfProfil

"Happy Birthday Alte Feuerwache“ – Ambergs Bürgermeister Martin Preuss beendet am Donnerstag mit diesen Worten seine Begrüßung zur ersten Vernissage des Jahres 2020 in der Stadtgalerie. Für die Jubiläumsausstellung „Zehn aus Zehn“ wurden stellvertretend für das jeweilige Ausstellungsjahr die Künstler Jörg Schemmann (2011), Paul Schinner (2012), Franz Weidinger(2013), Rayk Amelang (2014), Jürgen Böhm (2015), Richard Vogl (2016), Freie Klasse München (2017), Clemens Zahn (2018), Bernhard Dagner (2019), Florian Nörl (SPARDA-Bank-Kunstpreis) ausgewählt.

Jeder ein Künstler mit eigenem Stil und Charakter, Form und Ausdruck, Material und Technik. Somit wirbelt die Kunst von streng zu verspielt, von abstrakt zu gegenständlich und von Bild zu Skulptur. Der Aufbau im 170 Quadratmeter großen Raum lässt keine strenge Ordnung, keine Linie erkennen, vielmehr wirkt jedes Objekt, jedes Bild, jede Installation sozusagen als Solist für sich.

Großformatig und bunt „Rhododendron“ Acryl auf Leinwand (Jörg Schemmann); dynamisch und vielsagend die Abstraktionen Ölkreide und Bleistift auf Papier „ohne Titel“ (Paul Schinner); eigenwillige Figuren mit Charakter im und für den „offenen Raum“ geschnitzt aus Eiche (Franz Weidinger); Mixed Media auf Leinwand „Vogelhochzeit“ (Rayk Amelang); sachlichkühl „Exil 01 und 02“ Print auf Acryl von hinten beleuchtet (Jürgen böhm); großformatige Bildkomposition Öl auf Leinwand „Anspannen“ (Richard Vogl); einmal Digitaldrucke mit bunter Szenerie (Freie Klasse München) und dann dezenter Pigmentdruck auf Japanpapier zum Thema „Quitten“ (Clemens Zahn); Antikglas zum Teil verspiegelt und sandgestrahlt (Bernhard Dagner), sowie feinkomponierte Textilsteintechnik „Mountain Spring“ (Florian Nörl).

Von Anfang an dabei als engagierte Kuratorin und ideelle Förderin der Stadtgalerie ist die Kunsthistorikerin Michaela Grammer. Finanzielle Mittel steuert die Sparda-Bank unter anderem mit dem seit 2013 jährlich ausgelobten Förderpreis bei. Georg Thurner, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Geldinstituts hielt die Laudatio zur Jubiläumsausstellung. Verpackt in einer „Sieben-Schlüssel-Wort-und-Bild-Installation“ drückte er seine „Wertschätzung für Kultur, für die Künstler und für die Stadt Amberg“ aus.

Nach seinen Worten sei Kunst der Schlüssel zum nächsten Raum und für die Zukunft! Von der Idee über das Konzept zum Raum führte der Weg. Erwähnung fand natürlich die Auslobung des Kunstpreises: „Mit dem Sparda-Bank Kunstpreis wollen wir vor allem die jungen Künstlerinnen und Künstler in Ostbayern ansprechen, motivieren, wertschätzen und einladen!“ so seine Worte. Weiter beschäftigte er sich mit Sinn und Wert von Kunst um schließlich in Amberg zu landen. „Amberg ist ein Zukunftsmacher der Oberpfalz, der Herzschlag für Ostbayern. Amberg muass ma meng.“

Hörenswert war auch der „Akustik Pop“, den Nadja Renner und Christian Schrüfer ("The Cold Brewed Cats“) mit Gesang, Gitarre und Keyboard in den mit vielen Künstlern und kunstinteressierten Besuchern gefüllten Raum zauberten.

Die Ausstellung dauert bis 16. Februar. Die Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 11 – 16 Uhr; Samstag und Sonntag 11 – 17 Uhr; Montag geschlossen.

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