10.07.2020 - 13:28 Uhr
AmbergDeutschland & Welt

OnTour IV – Traumhafte Radtour ab Amberg

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Landschaftlich vielleicht der schönste OnTour-Vorschlag. Die letzten 60 Prozent der Runde verlaufen dann auch noch völlig flach. Die Runde von Amberg über Kastl nach Schmidmühlen und zurück könnte so schön sein. Einen Haken gibt es aber.

Fast geschafft. Von hier in Theuern sind es nur mehr einige flache Kilometer zum Ziel in Amberg.
von Ernst FrischholzProfil

„Jedem Mann ein Ei, der brave Schweppermann bekommet zwei.“ Kaiser Ludwig der Bayer hat es gut gemeint mit seinem Oberpfälzer Untertan. Im Zeichen des „Kaiser-Lieblings“ Schweppermann steht auch der vierte Fahrradausflug in der OnTour-Serie. Start und Ziel der Runde liegen in Amberg. Von hier führt die Tour zu einem guten Teil auf dem nach dem Oberpfälzer Feldhauptmann benannten Radweg. Und dann sollten Radler sich vor der Tour genau wie einst Seyfried Schweppermann eine doppelte Ration gönnen. Denn gerade der erste Teil der 69-Kilometer-Runde durch den Landkreis Amberg-Sulzbach hat es in sich.

Die Karte zur Amberg-Runde

Wer die Tour wie geplant in Amberg angeht, auf den warten nämlich 20 bergige Kilometer zum Durchbeißen. Es ist eine der schönsten, wenn nicht die schönste Tour der gesamten OnTour-Serie. Wegen der Berge zwischen Amberg und Kastl könnte man das beinahe vergessen. Ab Kastl wird es dann entlang der Lauterach aber deutlich einfacher. Die letzten 22 Kilometer von Schmidmühlen nach Amberg auf einem der schönsten Bahntrassen-Radwege Deutschlands, entlang der Vils, sind dann gar das Sahnehäubchen und ein krönender Abschluss für diese Tour mit Start und Ziel in Amberg.

Los geht es dort auf dem Dultplatz. An der Ampel bei der Bruno-Hofer-Straße führt der Weg ins frühere Gartenschaugelände. Dieses wird an der Bayerwaldstraße bald wieder verlassen. Der Straße folgen und nach dem Grillplatz überqueren. Vorsicht, die Abfahrt in den Schweppermann-Radweg wird leicht verpasst. Hat man den Weg gefunden, ist alles wunderbar ausgeschildert. Und spätestens ab Kastl ist der Weg dann auch wunderbar einfach zu fahren, der Radltraum „Amberger Runde“.

Ernsts Tourenurteil: Erst hart, dann einfach nur schön

69 Kilometer und 560 Höhenmeter, die man wegen der ersten 20 Kilometer als schwer bezeichnen kann. Niedrigster Punkt ist der Start bei 370 Höhenmeter, den höchsten erreichen die Radler bei Ursensollen auf 530 Höhenmeter. Auf dem Schweppermann-Radweg legt man die gesamten Streckenhöhenmeter auf den ersten 20 Kilometern zurück. Auf der ehemaligen Bahnstrecke nach Lauterhofen warten immer wieder sehr steile Anstiege und Abfahrten. Wer hier mal absteigt um zu schieben, muss sich nicht schämen. Ab Kastl geht es die restlichen 46 Kilometer eben auf Lauterachtal- und Vilstalradweg vorwärts.

Die Amberg-Runde ist auf jeden Fall eine Tagestour.

Ernst Frischholz

Ernst Frischholz

Etwa 10 Kilometer verlaufen auf Feld- und Waldwegen, 28 Kilometer über Sand, der Rest auf asphaltierten Fahrradwegen und ruhigen Nebenstraßen. Die Qualität der Wege ist durchweg gut. Die Amberg-Runde ist auf jeden Fall eine Tagestour. Als reine Fahrzeit sollte man mindestens fünf Stunden einplanen. Stopps, etwa an den ehemaligen Bahnhöfen am Radlweg bei Kastl und in Theuern, beim Biohof in Hohenburg oder in weiteren Lokalen entlang der Strecke verlängern die Fahrzeit entsprechend. Der etwas gemächlich fahrende Radler ist mit acht Stunden im Soll. Wegen der schweren Strecke bis Kastl sollte man sich überlegen, ob man Kindern die Tour zumuten will.

Die Amberger Runde als GPX-Datei zum Downloaden

Die Serie
Täler, Hügel, Wald und Wiesen, dazwischen wenig befahrene Wege und Straßen. Ließe man einen Designer am Computer die ideale Landschaft zum Radfahren entwerfen, sie würde aussehen wie die Oberpfalz. In dieser Serie stellt Oberpfalz-Medien einige der schönsten Touren durch den Bezirk vor.

Touren-Tipps:

Anfahrt

Startpunkt ist der Amberger Dultplatz in der Werner-von-Siemens-Straße. Mit dem Auto beim Kurfürstenbad die Wingershofer Straße bis zum Kreisverkehr und hier dann in die Werner-von-Siemens-Straße zum Dultplatz. Wenn keine Dult ist, kann man jederzeit kostenfrei parken. Wer mit dem Zug kommt, fährt vom Bahnhof nach links in den Kaiser-Ludwig-Ring zum Kreisverkehr und weiter in den Kurfürstenring. Bei der Tankstelle in den Schießstättenweg am ACC vorbei zum Dultplatz (ausgeschildert).

Info:

Höhepunkte

Höhepunkt dieser OnTour-Runde ist die Tour selbst – ganz besonders die drei Radwege Schweppermann-, Lauterachtal- und Vilstalradweg. Sehenswert an diesen Wegen gelegen sind die Klosterburg in Kastl oder das Schloss in Schmidmühlen. Aber auch Orte wie Rieden und nicht zuletzt das Hammerschloss in Theuern laden zum Halten, zum Schauen und auch zur Einkehr. Und natürlich lohnt dann im Ziel in „Amberg“ ein Bummel durch die Altstadt oder ein Besuch der kulturellen Angeboten. Wer nach der Fahrt noch Muse hat, der kann wunderbar eintauchen in das Angebot der alten Pfalzgrafenstadt.

Info:

Einkehrmöglichkeiten

Entlang der Strecke gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, eine Pause zu machen und den Akku aufzuladen. Den eigenen oder den des E-Bikes.

  • Kastl (23 Kilometer): Gasthof Schwarzer Bär am Marktplatz; Gasthof Forsthof, Amberger Straße beim Radlweg mit Biergarten; Cappuccinostation, Amberger Straße (mit E-Bike-Ladestation); Altes Bahnhofsgebäude am Radlweg.
  • Hohenburg (37 Kilometer): Biohof Hammermühle am Radlweg, direkt an der Ortseinfahrt, Donnerstag bis Sonntag (Radlerbrotzeitplatte und E-Bike-Ladestation).
  • Schmidmühlen (47 km): Gasthof Lindenhof mit Biergarten, Am Anger (mit E-Bike-Ladestation).
  • Rieden (52 km): Bad Café, im Freibad; liegt direkt am Radlweg.
  • Theuern (61 km): Radlbahnhof am Radlweg (mit E-Bike-Ladestation).
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Kommentare

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Carolin Rademacher

Liebes Onetz-Team, vielen Dank für die tollen Touren und Anregungen. Am meisten freut mich, dass dieses Mal eine .gpx datei direkt zum download verfügbar ist! Das erspart einem viel nerviges Planen. Bitte zukünfitg immer! Lieben Dank <3

11.07.2020